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Ende einer weiteren Negativ-Serie?

Nach dem ersten Sieg seit fast fünf Monaten muss Dynamo ausgerechnet zum Erzrivalen nach Aue reisen. Der letzte Sieg im Erzgebirge liegt schon 18 Jahre zurück.

© Robert Michael

Von Tina Hofmann

Dresden. Erst den Negativ-Vereinsrekord von 14 Partien ohne Sieg abgewendet, nun die schwarze Serie im Erzgebirge beenden. Nach dem 4:2 gegen den TSV 1860 München will Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden an diesem Donnerstag nach 18 Jahren wieder beim FC Erzgebirge Aue gewinnen. Immerhin gelang dies zuletzt am 30. März 1996 in der damaligen Regionalliga Nordost mit 2:1. Allerdings spricht die Gesamt-Bilanz mit 36 Siegen, 23 Unentschieden und 24 Niederlagen für die Schwarz-Gelben.

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Dynamo-Trainer Olaf Janßen fordert zwar wie zuletzt großen Offensivdrang, doch Übermotivation im Sachsen-Derby will er schon im Keim ersticken. „Das Tagesgeschäft ist so heiß, da braucht man als Trainer keine Serie oder Statistik hervorzaubern. Auf der emotionalen Schiene muss ich die Spieler eher bremsen“, meinte der Trainer angesichts der Dynamo-Serie in Aue.

Janßen: „Es wird knistern“

„Ich habe mir von den Spielern erklären lassen, was uns auf und neben dem Platz in Aue erwartet. Eine Kaffeefahrt sieht mit Sicherheit anders aus. Es wird knistern“, betonte Janßen am Mittwoch in Dresden.

Janßen bewies zudem Humor, als er auf die Frage, was man von seinem Team in Aue erwarten könne, mit „nichts“ antwortete. „Ich habe Wochen und Monate hier gesessen und immer das gleiche Blabla erzählt. Vielen eingefleischten Fans geht das auf den Senkel und mir auch. Ich muss nicht mehr erklären, was wir in der Lage sind zu leisten, sondern ich konzentriere mich darauf, nach dem Spiel einzuschätzen, ob wir unsere Leistung abgerufen haben oder nicht“, erklärte der Coach, der auf Christoph Menz (Infekt) und Sebastian Schuppan (Wadenprellung) verzichten muss.

Sein Kumpel aus gemeinsamen Tagen, Aues Trainer Falko Götz, kann dagegen personell aus dem Vollen schöpfen. Die zuletzt angeschlagenen Frank Löning, Rico Benatelli und Tobias Nickenig sind wieder einsatzbereit.

Ehemalige Zimmergenossen auf den Bänken

„Wir haben in diesem Jahr eine recht gute Ausgangsposition und können in diesem Spiel die 40 Punkte klar machen. Das ist für jeden Motivation genug“, sagte Götz, der das 4:2 der Dresdner live verfolgt hat: „Sie werden versuchen, diese positive Serie fortzusetzen. Wir werden uns dem in den Weg stellen. Mit einem Sieg sind wir dann auch durch.“

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Nach dem Spiel heißt es dann für Janßen beim Händeschütteln mit seinem Trainerkollegen: „Glückwunsch zum Klassenverbleib“ oder „Willkommen zurück im Abstiegskampf“. Der 47-Jährige spielte mit Götz von 1988 bis 1992 gemeinsam beim 1. FC Köln, wo sich beide ein Zimmer teilten. Von Juli 2003 bis April 2004 war Götz Chef-Coach beim TSV 1860 München, Janßen sein Co-Trainer. (dpa)