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Endlich im Viertelfinale

Grand-Slam-Turniere waren bislang nicht die Sache von Alexander Zverev. In Paris scheint sich das nun zu ändern.

© dpa

Von Pirmin Closse

Er wirkte kraftlos und müde, dann aber erwachte einmal mehr das gewaltige Kämpferherz von Alexander Zverev. Mit einer beeindruckenden Energieleistung hat der große deutsche Hoffnungsträger bei den French Open zum ersten Mal das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. In seinem dritten Fünfsatzmatch in Serie bezwang der 21-Jährige am Sonntag den Russen Karen Chatschanow mit 4:6, 7:6, 2:6, 6:3, 6:3.

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„Das viele harte Training zahlt sich jetzt aus. Ich bin froh, dass ich hier so weit gekommen bin“, sagte Zverev. Tennis-Legende Boris Becker war bei Eurosport begeistert: „Pure Leidenschaft. Was für ein Moment, was für eine Situation. Er hat sich das hart erarbeitet und redlich verdient.“

In den ersten drei Runden von Roland Garros hatte Zverev nach einem lockeren Auftaktsieg über den Litauer Ricardas Berankis gegen Dusan Lajovic (Serbien) und Damir Dzumhur (Bosnien und Herzegowina/Nr. 26) ebenfalls zwei fast vierstündige Krimis überstanden. Diesmal benötigte er 3:29 Stunden für den Sieg und übertraf damit auch sein bislang bestes Major-Ergebnis aus Wimbledon, wo er 2017 das Achtelfinale erreicht hatte. Zverevs nächster Gegner ist der Österreicher Dominic Thiem, der zuletzt zweimal in Folge das Halbfinale in Paris erreicht hatte.

Neben Zverev hat mit dem Nürnberger Maximilian Marterer am Montag ein weiterer Deutscher die Chance auf den Einzug in die Runde der letzten acht. Der 22-Jährige hatte am Samstag in Runde drei den Esten Jürgen Zopp nach einer beeindruckend souveränen Leistung mit 6:2, 6:1, 6:4 besiegt. Am Montag steht für den Nürnberger ein echtes Highlight an. Im Achtelfinale trifft er auf den spanischen Weltranglistenersten und zehnmaligen French-Open-Sieger Rafael Nadal.

Bei den Frauen hält nur noch Angelique Kerber die deutsche Fahne hoch. Die Kielerin spielt in der Runde der letzten 16 nach ihrem 7:6, 7:6-Erfolg am Sonnabend gegen die Niederländerin Kiki Bertens gegen die an Nummer sieben gesetzte Französin Caroline Garcia. Julia Görges aus Bad Oldesloe war gegen US-Tennis-Königin Serena Williams ebenso chancenlos wie die Darmstädterin Andrea Petkovic, die beeinträchtigt von einer Knieverletzung gegen die Weltranglistenerste Simona Halep aus Rumänien 5:7, 0:6 verlor. (sid)