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Endspurt für die Drogerie

Die Arbeiten am neuen Rossmann stehen kurz vorm Ende. In der Stadt fiebert man der Eröffnung schon entgegen.

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© Lutz Weidler

Von Eric Weser

Gröditz. Die finalen Bauarbeiten laufen. Vorm neuen Drogerie-Markt an der Gröditzer Hauptstraße verlegen Bauarbeiter die letzten Pflastersteine. Zugepflastert sind derzeit auch die Fensterscheiben des Marktes. Mit Aufklebern, die auf den Eröffnungstermin des neuen Rossmann-Marktes am 1. Juli hinweisen.

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Die neue Gröditzer Rossmann-Filiale an der B169.
Die neue Gröditzer Rossmann-Filiale an der B169. © Lutz Weidler

Dass die Automatiktür in dreieinhalb Wochen erstmals für die Kunden aufgeht, daran lässt Martin Neuß keinen Zweifel aufkommen. Neuß ist Immobilienentwickler und hat nach eigenem Bekunden eingefädelt, dass Rossmann überhaupt nach Gröditz kommt. Anfangs sei dem Drogerie-Riesen die Röderstadt nämlich zu klein gewesen. Tatsächlich heißt es in den aktuellen Anforderungen des Unternehmens für neue Marktstandorte, dass „Städte oder selbstständige Stadtteile ab etwa 8 000 Einwohner“ gesucht seien. Offensichtlich konnte der Immobilienmann die Expansionsabteilung des Drogerie-Giganten letztlich doch für die 7 000-Einwohner-Stadt gewinnen. Auch Konzernchef Dirk Roßmann muss der Plan überzeugt haben. Denn laut seinen Mitarbeitern segnet der Firmengründer jeden neuen Markt persönlich ab.

Seit Ende 2016 ist der rund anderthalb Millionen Euro teure Neubau in Gröditz errichtet worden. Wie der auszusehen hat, davon hat Rossmann sehr genaue Vorstellungen. Eigentümer des Marktes ist allerdings nicht Rossmann selbst, sondern ein Kapitalanleger aus Südbayern.

Drogerie-Personal findet sich derzeit im Gröditzer Markt noch nicht. Und auch ansonsten sind die knapp 670 Quadratmeter Verkaufsfläche noch ziemlich leer. Was momentan am meisten Platz einnimmt, ist die große Klimatechnik im Lager, die von einer Zentrale in Westdeutschland aus gesteuert wird. Mitte Juni wird Rossmann den Schlüssel für den Neubau übernehmen. Dann kommen Regale, Ware und Personal.

Mit Informationen zur Mitarbeiterzahl in Gröditz hält sich Rossmann derzeit zurück. Zwischen sechs und zwölf Mitarbeiter seien es in der Regel pro Filiale, hieß es in der Vergangenheit. Angesichts der baldigen Eröffnung dürfte das Personal gefunden sein. Im Internet kursiert derzeit lediglich noch eine Stellenanzeige für eine Verkaufshilfe auf 450-Euro-Basis.

In Gröditz ist die Vorfreude auf den neuen Markt unterdessen groß. So groß, dass ein großer Vermieter aus der Stadt den noch gar nicht eröffneten Markt schon jetzt als Lagevorteil für seine nahe gelegenen Wohnungen anpreist. Aber auch auf der Straße kann es eine Frau kaum erwarten. „Wird auch Zeit, dass er aufmacht.“

Rossmann ist mit einem Jahresumsatz von mehr als 8 Milliarden Euro das zweitgrößte Drogerieunternehmen nach dm in Deutschland. Bundesweit betreibt Rossmann mehr als 2 000 Filialen, beschäftigt rund 30 000 Mitarbeiter und will dieses Jahr weiter wachsen.