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Endstation in Marseille?

EM-Orakel Lotti bleibt sich auch vor dem Frankreich-Spiel treu – und tippt gegen Deutschland. Vielleicht ist das aber auch ein gutes Zeichen.

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© Sebastian Schultz

Riesa. Das ging ja gerade noch mal gut! Nicht nur für die deutsche Nationalmannschaft, die sich am Sonnabend dank Jonas Hectors verwandeltem Elfmeter ins Halbfinale rettete. Auch für EM-Orakel Lotti. Die Eselstute aus dem Riesaer Tierpark hatte bislang eine, nun ja, verbesserungswürdige Bilanz vorzuweisen: Nach dem richtig vorausgesagten Auftaktsieg gegen die Ukrainer und dem Unentschieden gegen Polen lag sie ausnahmslos daneben.

Erst zum Italien-Spiel – die Entlassungsangst saß ihr wohl im Nacken – machte sie ihre Fehler ein Stück weit wett: Sie entschied sich erst für die italienische Möhre, ließ diese dann fallen und verputzte die deutsche. Wir waren so frei, das als 1:1-Unentschieden nach 120 Minuten zu deuten – und lagen damit goldrichtig. Möglicherweise lag der Fehler zuletzt sowieso gar nicht bei Lotti, sondern bei denen, die ihre Orakelsprüche zu deuten hatten?

Auch vor dem Halbfinale hat sich die Eselin jedenfalls für den Gegner der Löw-Elf entschieden. Zögerlich ist sie auf die Möhre zugetrabt, hat sich ordentlich Zeit gelassen mit dem Futtern. Sprich: Sieg Frankreich in der Verlängerung. Aber bleiben wir einmal optimistisch! Vielleicht ist Lottis Entscheidung ja auch ein gutes Omen: Immer, wenn die Eselin zuerst in des Gegners Karotte biss, verlor der am Ende oder schied aus. So gesehen, wird’s vielleicht doch ein Kantersieg für die Deutschen. Wir tippen auf ein Dreierpack von Thomas Müller. (stl)