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Hoyerswerda

Energie und Wasser werden günstiger

Versorgungsbetriebe Hoyerswerda und andere Energieversorger geben Mehrwertsteuersenkung weiter. Das passiert automatisch.

© Symbolfoto: Mirko Kolodziej

Hoyerswerda. Die Bundesregierung hat beschlossen, im Rahmen des Konjunkturpaketes zur Corona-Krise die Mehrwertsteuer vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 abzusenken. Der volle Mehrwertsteuersatz soll dabei von bisher 19 Prozent auf 16 Prozent für Strom, Gas, Fernwärme und Abwasser sowie der verminderte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf 5 Prozent für Trinkwasser gesenkt werden. Die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda werden diese temporäre Steuerreduzierung vollständig an ihre Kunden weitergeben, hat das Unternehmen jetzt mitgeteilt und gleich noch einige Erläuterungen zur Thematik gegeben:

Muss der Kunde aktiv werden, um von der Steuersenkung zu profitieren?

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Die VBH-Kunden müssen nicht aktiv werden. Die Mehrwertsteuersenkung wird von uns vollständig weitergegeben und in der Jahresabschlussrechnung berücksichtigt.

Wieviel sparen Strom-Kunden durch die Steuersenkung ein?

Bei einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch von 3.500 kWh Strom im Jahr beträgt die monatliche Einsparung je nach Vertrag etwas über 2 Euro pro Monat.

Wie sind die Abschlagszahlungen der Kunden betroffen?

Grundsätzlich wird die Senkung der Mehrwertsteuer in der Jahresrechnung berücksichtigt. Eine Anpassung der Abschlagszahlungen ist deshalb nicht notwendig.

Gibt es Probleme, die Steuersenkung rechtzeitig weiterzugeben?

Nein, unsere Kunden profitieren in jedem Fall von der Senkung der Mehrwertsteuer. Denn bei den VBH werden die in Anspruch genommenen Leistungen in der Regel über einen Zeitraum von zwölf Monaten abgerechnet. Die Mehrwertsteuersenkung für das zweite Halbjahr 2020 wird somit in der Jahresrechnung berücksichtigt und kann damit vollständig weitergegeben werden.

Wie kann ich sichergehen, dass der Verbrauch im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 berücksichtigt wurde?

Eine konkrete Ablesung ist natürlich die sicherste Methode, den genauen Zählerstand zu erfassen. Allerdings ist es oft nicht möglich, zu einem bestimmten Zeitpunkt den Zähler abzulesen. In diesem Fall wird der Verbrauch auf Basis der vorliegenden abgelesenen oder geschätzten Werte dem zu berücksichtigenden Zeitraum zugeordnet.

Ist die Zuordnung auf Basis von geschätzten Werten nicht willkürlich?

Eine Schätzung des Verbrauches ist gesetzlich erlaubt und erfolgt nicht willkürlich. Sie beruht auf vorgegebenen gesetzlichen Regularien. Mögliche Abweichungen von abgelesenen Werten sind gering und fallen bei einer Änderung der Steuer um 3 Prozent oder 2 Prozent nicht ins Gewicht.

Warum zahle ich weiterhin meinen üblichen Abschlag?

Die Abschlagszahlung ist eine über das Jahr verteilte Vorauszahlung für die Jahresrechnung und wird auf Basis des Verbrauches des letzten Abrechnungsjahres kalkuliert. In der Regel ist die Abschlagszahlung so kalkuliert, dass mit der Jahresrechnung nur geringe Nach- oder Rückzahlungen erforderlich werden. Für einen Haushalt mit einem beispielhaften Verbrauch von 3.500 kWh im Jahr beträgt die Einsparung für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember je nach Vertrag etwas mehr als 2 Euro pro Monat, die in der Jahresrechnung berücksichtigt wird.

Ändern sich jetzt alle Preise für Strom, Gas, Wasser oder Wärme?

Die Nettopreise (ohne Mehrwertsteuer) bleiben für alle Energie- und Wasserlieferungen bzw. für die Abwasserentsorgung gleich. Wir werden jedoch unsere Bruttopreise (mit Mehrwertsteuer), d. h. das, was der Kunde letztlich zahlt, in den Preisblättern mit dem Hinweis versehen, dass für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 ein verminderter Mehrwertsteuersatz gilt.

Weitere Versorgungsunternehmen

Von der beschlossenen Steuersenkung profitieren ebenfalls die Kunden anderer Versorgungsunternehmen im Landkreis Bautzen. „Auch die Enso wird die Senkung der Mehrwertsteuer an die Kunden weitergeben“, kündigt Claudia Kuba, Pressesprecherin des Energieversorgers, an.

Wer Verträge mit der Kamenzer Ewag hat, kann sich ebenfalls auf Preissenkungen freuen. „Wir arbeiten derzeit noch an der Umsetzung dieser, erst am Montag von Bundestag und Bundesrat beschlossenen, Mehrwertsteuersenkung“, sagte Vorstandsvorsitzender Torsten Pfuhl und versichert: „Diese geben wir selbstverständlich an unsere Kunden weiter.“ (SZ/pm/rgr)

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