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Energie verliert das Kellerduell

Cottbus. Nach dem Schlusspfiff zogen einige Energie-Spieler ihre Trikots über den Kopf und wollten nichts mehr sehen. Die Cottbuser kassierten die sechste Niederlage in Serie – 1:2 gegen den Tabellennachbarn FCIngolstadt.

Cottbus. Nach dem Schlusspfiff zogen einige Energie-Spieler ihre Trikots über den Kopf und wollten nichts mehr sehen. Die Cottbuser kassierten die sechste Niederlage in Serie – 1:2 gegen den Tabellennachbarn FC Ingolstadt. Stephan Schmidt bleibt seit Amtsantritt ohne Punkt. „Es ist zum Kotzen“, leitete der erfolglose Energie-Trainer seine Spielanalyse ein. „Wir waren in allen relevanten Statistiken besser als der Gegner – nur in der wichtigsten nicht. Wir haben zurzeit die Seuche.“

Statt einen Befreiungsschlag zu landen, gaben die Lausitzer sogar noch das sicher geglaubte Unentschieden aus der Hand. Nach einem krassen Fehlpass des gerade eingewechselten Marc-André Kruska erzielte Moritz Hartmann 13 Minuten vor Schluss das Siegtor für die Bayern. „Es ist zum Verrücktwerden. Wir haben wieder viel investiert und wurden nicht belohnt. Jetzt wird es Woche für Woche schwerer“, sagte der verhinderte Torjäger Boubacar Sanogo, der für Energie seit 845 Minuten nicht mehr traf.

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Das hart umkämpfte Kellerduell hatte vor lediglich 7 406 Zuschauern mit einem Nackenschlag für die Cottbuser begonnen, die bereits nach 15 Minuten das 0:1 durch Caiuby kassierten. Glück dagegen neun Minuten später, als Energie-Keeper Robert Almer eine scharfe Rückgabe von Alexander Bittroff erst hinter der Linie erwischt zu haben schien. Aber der vermeintliche Treffer für Ingolstadt zählte nicht. Im Gegenzug erzielte Ivica Banovic nach einem Freistoß von Marco Stiepermann den Ausgleich.

„Jeder Fehler wird da unten in der Tabelle bitter bestraft“, sagte Energie-Neuling Steffen Bohl an dem trüben Nachmittag. „Aber wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken und müssen mit harter Arbeit versuchen, wieder rauszukommen.“ Der Abstand zum rettenden Platz 15 beträgt schon sechs Punkte – nach 17 Jahren im Profifußball droht der Abstieg. (dpa/SZ)