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Politik

Brexit-Minister: nicht schuld an ESC-Pleite

Das miserable Abschneiden Großbritanniens beim Song Contest hat auch David Frost erreicht. Allerdings lehnt der Minister die Verantwortung dafür ab.

David Frost, Großbritanniens damaliger Chef-Unterhändler für den Brexit, hat die Verantwortung für das ESC-Debakel seines Landes abgelehnt.
David Frost, Großbritanniens damaliger Chef-Unterhändler für den Brexit, hat die Verantwortung für das ESC-Debakel seines Landes abgelehnt. © Aaron Chown/PA Wire/dpa

London. Das miserable Abschneiden Großbritanniens beim Eurovision Song Contest (ESC) hat das britische Parlament erreicht. Brexit-Minister David Frost musste sich im Oberhaus fragen lassen, ob er Verantwortung übernehme für die "Demütigung" beim ESC. "Ich übernehme gerne Verantwortung für viele Dinge", sagte Frost am Donnerstag. Das Ergebnis vom Samstagabend gehöre aber nicht dazu. Frost hatte den Brexit-Handelspakt mit der EU ausgehandelt.

Großbritannien mit Sänger James Newman hatte beim ESC ohne einen einzigen Punkt den letzten Platz belegt. In Sozialen Netzwerken machten Kommentatoren nur halb im Spaß den Brexit für das schlechte Abschneiden des Mutterlands des Pop verantwortlich.

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James Newman aus Großbritannien singt "Embers" beim großen Finale des Eurovision Song Contest. Er bekam keinen einzigen Punkt.
James Newman aus Großbritannien singt "Embers" beim großen Finale des Eurovision Song Contest. Er bekam keinen einzigen Punkt. © Peter Dejong/AP/dpa

Auch fast ein halbes Jahr nach dem endgültigen Austritt aus der Europäischen Union gibt es noch immer keine Vereinbarung mit der EU über Arbeitsvisa für Kunstschaffende. Frost gab erneut der Staatengemeinschaft die Schuld daran.

"Wir haben in den Verhandlungen Vorschläge gemacht, die die Schwierigkeiten unserer großen Kreativwirtschaft weitgehend gelöst hätten, die Vorschläge der EU hätten dies nicht getan", sagte das Kabinettsmitglied. Die Regierung arbeite "so hart wie möglich" an einer Lösung. Pop- und Schauspielstars haben wiederholt auf die Schwierigkeiten für die Branche hingewiesen. So sind seit dem Brexit teure Visa für Auftritte britischer Künstler in der EU notwendig - und andersherum. (dpa)

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