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Engpässe im Bauamt befürchtet

Nach dem Tod von Baudezernent Steffen Wackwitz müssen wenige Mitarbeiter viele Aufgaben bewältigen. Stadträte fordern ein Handeln des Oberbürgermeisters.

© privat

Von Marcus Herrmann

Meißen. Der Druck war schon vorher enorm. Ob Akquise von Fördergeldern, Durchführen und Anleiten städtischer Bauvorhaben oder auch deren Finanzierung. Alle Aufgaben übernehmen in Meißen die Mitarbeiter im Baudezernat. Seit dem Tod des ehemaligen Chefs Steffen Wackwitz Ende Januar sind momentan elf Mitarbeiter im Stadtbauamt, fünf in der Stabsstelle Bauverwaltung sowie drei in der Bauaufsichtsbehörde der Stadt für alle genannten Belange zuständig. Der Druck nimmt weiter zu – zumal in Meißen viel gebaut wird. Dass die Zahl der Mitarbeiter bei der Vielfalt der Aufgaben zu gering ist, finden die Fraktionsvorsitzenden im Meißner Stadtrat und haben jetzt Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) zu einem Gespräch gebeten, um Lösungsansätze zu erarbeiten.

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Laut einem Bericht von Meißen Fernsehen, in dem ULM-Chef Wolfgang Tücks zitiert wird, müsse ein mittel- und langfristiger Plan her. Eventuell könnten Aufgabenschwerpunkte erstens besser verteilt oder teilweise nach außen abgegeben werden – natürlich unter Kontrolle der Verwaltung und des Stadtrates. Tücks räumt in dem Beitrag ein, dass man in den letzten Jahren das Baudezernat vermutlich stark überlastet hätte. Daher sei eine Re-Organisation des gesamten Dezernats anzustreben. Erste Ergebnisse der Sitzung des Ältestenrates sind bislang nicht bekannt. Zu den wichtigsten Aufgaben des Dezernats Bau gehören die Übersicht über Abwasser- und Straßenbaubeiträge, Stadtplanung und Entwicklung, Stadtsanierung, Fördermittel, Bauüberwachung und Investitionen.