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Enso verlegt neue Kabel

Der Energieversorger baut sein Mittelspannungsnetz in Radeberg aus. Der Bau bringt auch Verkehrseinschränkungen.

© dpa

Von Reiner Hanke

Radeberg. Eine Baustelle ist mit der Badstraße in Radeberg endlich freigegeben, da beginnt die nächste. Ab Montag baut in Radeberg auf der Dresdner Straße der Ostsächsische Energieversorger Enso. Die Monteure verlegen ein neues Mittelspannungskabel zwischen der Straße des Friedens und der Hauptstraße am Kaiserhof. Dort befindet sich eine Umspannstation. Damit wird eine verschlissene Leitung auf fast einem Kilometer Länge ersetzt und zugleich aufgerüstet. Denn die Enso baut ihr Mittelspannungsnetz von 10 auf 20 Kilovolt aus. Das Netz wird damit deutlich leistungsfähiger. So könne Strom auch über weitere Strecken übertragen werden, erklärt Enso-Sprecherin Claudia Kuba. Außerdem können Umspannwerke eingespart werden. Dafür werden Kabel und Betriebsmittel wie Schalteranlagen bei jeder fälligen Erneuerung umgerüstet. Mittlerweile habe die Enso schon etwa drei Viertel des Mittelspannungs-Leitungsnetzes in Ostsachen umgebaut. Die Investition in Radeberg ordne sich dort ein. Auch hier haben die Leitungen das entsprechende Nutzungsalter erreicht. Der Wechsel ist durchaus kostspielig. 115 000 Euro investiert die Enso auf dem Kilometer. Bis Ende August sollen die Arbeiten dauern. Im September gehe es dann vom Kaiserhof bis zur Schulstraße weiter. Die 300 Meter kosten noch einmal 40 000 Euro. Auch hier wird die Netzumstellung vorbereitet. Parallel dazu läuft noch eine weitere Baustelle seit März bzw. sei teilweise bereits fertiggestellt. Das betreffe laut Enso den Bereich Stolpener Straße und Pirnaer Straße. Hier wird für 90 000 Euro gebaut.

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Die neuen Leitungen sind quasi auch eine Investition in die Zukunft, um die Industrie mit einem leistungsfähigen Netz gut versorgen zu können, aber auch um für die Einspeisung des Stroms aus erneuerbaren Energien vorbereitet zu seien. Außerdem folgt der Versorger damit EU-Standards. Der Stromkunde daheim merkt von der Umstellung nichts. Allerdings müssen sich Kraftfahrer zeitweilig auf Einschränkungen einstellen. Die wird es nach den Informationen der Stadtverwaltung vom 30. Juli bis zum 10. August geben. So müsse die Dresdener Straße in Höhe Radeberger Brauerei gequert werden. Deshalb wird die Trasse zwischen Rathenaus- und Bahnhofstraße in dem Zeitraum zur Einbahnstraße: In Fahrtrichtung Dresden gibt es keine Beeinträchtigungen. In Fahrtrichtung Zentrum wird eine Umleitung über die Heidestraße, Schillerstraße und Rathenaustraße ausgeschildert. Jedoch könne die Dresdener Straße bis zur Brauerei/Bahnhof auch in Richtung Zentrum befahren werden.