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Meißen

Enterokokken im Badewasser

Das Gesundheitsamt prüft regelmäßig die Wasserqualität in den Naturbädern. Zweimal wurde bisher ein Grenzwert überschritten.

Alexander Rajek vom Waldbad Oberau lässt Frischwasser in den Teich. Die Qualität ist hier wie in allen Naturbädern in Ordnung.
Alexander Rajek vom Waldbad Oberau lässt Frischwasser in den Teich. Die Qualität ist hier wie in allen Naturbädern in Ordnung. © Claudia Hübschmann

Landkreis. In allen Naturbadegewässern des Landkreises gibt es derzeit keine Beanstandungen zur Wasserqualität. Die Überwachung der Badegewässer obliegt dem Gesundheitsamt. Die gewerblich betriebenen Naturbadegewässer werden im vierwöchigen Abstand während der Badesaison in Augenschein genommen. Im Zusammenhang mit der Gewässergüteprüfung erfolgen eine Sichttiefen- und pH-Wert-Bestimmung, das Messen der Wassertemperatur und die Entnahme einer mikrobiologischen Wasserprobe. Im Waldbad Oberau wurde am 11. August ein Probenergebnis mikrobiologisch beanstandet. In der Wasserprobe wurde eine Grenzwertüberschreitung an intestinalen Enterokokken nachgewiesen. Diese Bakterien können bei Menschen, deren Immunsystem stark geschwächt ist, Infektionen auslösen. Bei einer Nachkontrolle drei Tage später war das Probenergebnis mikrobiologisch wieder in Ordnung. Im Naturerlebnisbad Großenhain wurden am 18. August Grenzüberschreitungen hinsichtlich der mikrobiologischen Beschaffenheit festgestellt. 

Auch das Thema Blaualgen behalten die Mitarbeiterinnen im Blick. Werden Blaualgen festgestellt, wird eine Wasserprobe zur Bestimmung der Algenart und der Konzentration entnommen. Bei einer Blaualgen-Massenentwicklung spricht das Gesundheitsamt eine Warnung vor dem Baden aus. 

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Wer sich vorab über die Wasserqualität des gewünschten Badegewässers informieren möchte, dem bietet das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen einen besonderen Service. Auf der Website des Landkreises Meißen unter Gesundheitsamt – Badestellen können Badewillige während der Badesaison, die vom 15. Mai bis 15. September geht, nachsehen, wann die jeweilige Badestelle zuletzt mit welchem Ergebnis kontrolliert wurde. Naturbadegewässer unterliegen einigen unkalkulierbaren Naturprozessen und sind hinsichtlich der Gewässergüte kaum beeinflussbar. Beim Baden in einem Freibad hingegen erfolgt eine kontinuierliche Wasseraufbereitung über 24 Stunden am Tag. Das Wasser wird hier im Kreislaufprinzip fortlaufend desinfiziert und gefiltert. Für diese Bäder bestehen daher auch deutlich strengere mikrobiologische Anforderungen an die Wasserqualität. Im Landkreis Meißen gibt es sechs solcher Freibäder, die als Beckenbäder mit Wasseraufbereitung betrieben werden, so das Bad in Riesa-Weida, das Volksbad Nossen und das Jahnbad Miltitz.  Auch diese Bäder werden regelmäßig durch das Gesundheitsamt überwacht. 

Im Landkreis Meißen gibt es als Naturbäder den Röderstausee Radeburg, den Dippelsdorfer Teich in Moritzburg, den Badesee Coswig, das Elbgaubad Weinböhla, das Waldbad Oberau, den Oberen Waldreich Boxdorf, den Niederen Waldteich Volkersdorf, das Lößnitzbad Radebeul, das Natur- und Waldbad Glaubitz, das Naturbad Goltzscha, das Naherholungszentrum Brettmühlenteich und das Naturerlebnisbad Großenhain. (SZ/jm)

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