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Entlassungen bei Sächsischen Sandsteinwerken angekündigt

Der Streit um Aufträge für den Potsdamer Landtag hat Nachwehen. Die Sandsteinwerke in Pirna werden Mitarbeiter entlassen. Dennoch ist der Insolvenzverwalter optimistisch.

© dpa

Dresden/Pirna. Bei den insolventen Sächsischen Sandsteinwerken in Pirna stehen Entlassungen an. Befristete Arbeitsverträge würden nicht verlängert, zudem solle es Kündigungen geben, kündigte Sanierungsexperte und Insolvenz-Geschäftsführer Helgi Heumann am Mittwoch in Dresden an. Von den aktuell 92 Arbeitsplätzen sollten mindestens 59 erhalten werden. „Wir stehen in engem Kontakt zum Betriebsrat, um das so sozialverträglich wie möglich zu gestalten“, sagte Heumann. „Wir können nur die Mitarbeiter behalten, die wir aus unseren derzeit geplanten Erlösen bezahlen können.“

Das Unternehmen könne durchaus Ende des Jahres wieder schwarze Zahlen schreiben, sagte Heumann, der die Firma über einen Insolvenzplan sanieren will. Er gehe derzeit von einem absehbaren Umsatz von 5,5 Millionen Euro aus. In den kommenden Monaten solle auch der Vertrieb umstrukturiert werden. Es gebe dort ein erhebliches Potenzial, um öffentliche und private Aufträge an Land zu ziehen.

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Die GmbH hatte am 1. November trotz gut gefüllter Auftragsbücher Insolvenz angemeldet und den Schritt vor allem mit ausstehenden Zahlungen für Arbeiten am Potsdamer Landtagsneubau begründet. So sei ein Engpass von knapp zwei Millionen Euro entstanden. Der Rechtsstreit mit dem Auftraggeber, der BAM Deutschland AG (Stuttgart), sei noch nicht beigelegt. „Ich hoffe noch immer auf eine gütliche Einigung“, sagte Heumann. Trotz des von der BAM gekündigten Vertrages würden fertige Einzelteile weiterhin nach Potsdam geliefert.

Die Sandsteinwerke betreiben sechs Steinbrüche. Das 1896 gegründete Unternehmen ist auf Steinmetz- und Bildhauerarbeiten sowie auf den Bau historischer Natursteinfassaden spezialisiert. Erst vor wenigen Tagen habe der Förderverein für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses einen Auftrag für ein Referenzobjekt erteilt, sagte Heumann. „Hier zeigt sich, dass unser guter Ruf weiter wirkt.“ (dpa)