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Entscheid über Globus-Markt erst nächstes Jahr

Die Stadt arbeitet an einer Studie zur Verträglichkeit des Projektes. Wann genau die Stadträte über das Vorhaben beraten, ist offen.

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Die Entscheidung darüber, ob am alten Leipziger Bahnhof ein Globus-Supermarkt gebaut werden darf, verzögert sich. Der Grund: Die Stadt arbeitet derzeit an einer Studie zu den Auswirkungen dieses Projekts auf den bestehenden Einzelhandel, den Verkehr und den Städtebau. Das Vorhaben wird dabei mit den Konkurrenz-Projekten am Albertplatz und auf dem Postgelände verglichen. Das Vorhaben steht deshalb nicht auf der Tagesordnung der morgen beginnenden Doppelsitzung des Stadtrates. Wann es diskutiert wird, ist offen. „Aufgrund der komplexen Betrachtung kann momentan noch keine verbindliche Aussage getroffen werden, wann die Vorlage behandelt wird“, sagte Rathaus-Sprecherin Nora Jantzen.

Das Einzelhandelsunternehmen Globus will zwischen Leipziger Straße und Großenhainer Straße für rund 30 Millionen Euro ein Einkaufszentrum errichten. Kernstück des Projekts soll ein Supermarkt mit einer Größe von rund 8.800 Quadratmetern werden. Die denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude auf dem Gelände werden saniert und für kleinen Einzelhandel genutzt. Dadurch erhöht sich die gesamte Verkaufsfläche auf rund 12.000 Quadratmeter. Das Projekt war zuletzt auf heftigen Widerstand gestoßen. Nachdem die Stadtplanung und umliegende Händler erhebliche Zweifel an der Verträglichkeit geäußert hatten, kritisierte auch die sächsische Landesarchitektenkammer die Dimensionen des Globus-Marktes. (win)