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Entspannter feiern im Bürgerzentrum

Bürgerhaushalt: Die meisten Knappenroder wünschen sich bessere Gastro-Bedingungen.

Von Hagen Linke
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© Foto: Uwe Schulz (A)

Was könnte mit 8 000 Euro aus dem Bürgerhaushalt passieren, die in Knappenrode in diesem Jahr ausgegeben werden sollen? Repariert man damit einen Teil des Gehweges in der Lessingstraße, beseitigt man Schäden an der Straße zum Schwarzen Graben, stellt man ein zusätzliches Spielgerät für Kleinkinder auf dem Spielplatz auf oder kauft eine Wisch- und Poliermaschine für das Bürgerzentrum? Da der Bürgerhaushalt als „zusätzlicher Schritt für Bürgerbeteiligung“ vorgestellt worden ist, sollte man sich keine „Denkverbote“ auferlegen. Genannte Dinge wurden von den Knappenrodern für ihren Ortsteil vorgeschlagen. Der Ortschaftsrat hatte am Dienstag die Aufgabe, die Dinge zu bewerten. Ortsvorsteher Otto-Heinz Lehmann stellte klar, dass nicht über eine Prioritätenliste abgestimmt werde. Die Entscheidung, was gemacht wird, liege nicht beim Ortschaftsrat. Viele Dinge seien wichtig, einiges sollte und müsste aber über den „normalen“ Haushalt der Stadt erledigt werden. Insgesamt 13 Vorschläge wurden aus dem Ortsteil eingereicht. Die meisten (acht) haben bessere Gastronomie-Bedingungen im Bürgerzentrum zum Ziel. „Es soll sich wieder lohnen zu feiern“, hieß es. Denn die bestehende Küche im Haus ist eher klein und etwas entfernt vom Saal. Ein Problem bei größeren Festen. So soll nun in ein Spülgerät, eine Küchenspüle, in Ablage, Durchlauferhitzer und entsprechende Medienanschlüsse investiert werden, um Feiern für bis zu 80 Personen reibungsloser ablaufen lassen zu können.

Die Stadt Hoyerswerda nutzt für den Bürgerhaushalt die sogenannte Kommunalpauschale in Höhe von 70 000 Euro, die das Land Sachsen den Kommunen für 2018, 2019 und 2020 jeweils ohne Zweckbindung zur Verfügung stellt. Für jedes Jahr stehen jedem der fünf Ortsteile je 4 000 Euro zur Verfügung, also insgesamt 20 000 Euro pro Jahr. Alle anderen Hoyerswerdaer können entscheiden, wofür die anderen 50 000 Euro pro Jahr ausgegeben werden. Vom 1. bis 20. Februar können Einwohner über die Gesamtvorschlagsliste abstimmen, die eine Steuergruppe jetzt erstellt und die der Stadtrat am 29. Januar beschließen soll.