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Bautzen

Enttäuschung nach Tarifverhandlung

Am Donnerstag haben die Vitanas-Angestellten in Bautzen verhandelt. Sie bekommen mehr Urlaub – doch es gibt einen Streitpunkt.

Vitanas Mitarbeiter und Verdi-Gewerkschaftssekretärin Manuela Schaar (4. v. l.). Nach den Tarivgesprächen © Steffen Unger

Bautzen. Ernüchtert haben die Pflegerinnen und Pfleger am Donnerstag nach den Tarifverhandlungen das Vitanas-Pflegeheim in Bautzen verlassen. „Das Angebot fällt in den Nichts-Bereich“, erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Manuela Schaar nach den Gesprächen. Derzeit verdienen die Pflegefachkräfte in dem Heim 2 200 Euro brutto im ersten Jahr, nach sieben Jahren – in der höchsten Gehaltsstufe in dem Heim – sind es etwa 2 500 Euro brutto für eine Vollzeitstelle.

Eine Pflegerin ordnet ein: „Ich bin als Fachkraft ausgebildet, arbeite 35 Stunden und bin alleinerziehend. Ich muss von etwa 1 400 Euro netto leben.“ Am Donnerstag hat der Arbeitgeber nun ein Gehalts-Angebot auf den Tisch gelegt. „Er bietet etwa 50 Euro mehr in der Endstufe“, sagt Manuela Schaar. „Damit befindet sich der Stundenlohn näher am Mindestlohn als am Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst.“ Entsprechend hoch sei die Streikbereitschaft, so erzählt es die Gewerkschaftssekretärin, wenn der Arbeitgeber beim nächsten Termin kein besseres Angebot vorlege.

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Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Mit guter Stimmung waren die Angestellten am Donnerstagmorgen in die Gespräche gestartet. Sie bekommen schrittweise mehr Urlaub, darauf hatte sich die Tarifkommission schon beim letzten Verhandlungstermin in Riesa geeinigt. Während die Pflegerinnen und Pfleger bislang 28 Tage im Jahr Urlaub nehmen durften, dürfen sie ab 2020 dann 30 Tage freinehmen. Auch auf einen Auszubildenden-Tarif hatte sich die Kommission bereits beim letzten Verhandlungstermin geeinigt. (SZ)