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Jetzt sind die Innenbereiche dran

Die Verwaltung hat geprüft, welche Bauleitplanungen noch aktuell sind. Nur eine ist übrig geblieben.

© Dietmar Thomas

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Die Stadt wurde aufgefordert, ihre Planungen bezüglich von Vorhaben für die Ausweisung von Wohngebieten auf den aktuellen Stand zu bringen. „Das heißt, es wurde geprüft, für welche Planungen vor allem in den Jahren nach der Wende sogenannte Aufstellungsbeschlüsse gefasst, aber sie zu Ende geführt wurden“, erklärte Bauamtsleiter Ronald Fischer.

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Nur eine Bauleitplanung blieb übrig, die des Blockinnenbereiches an der Karl-Marx-Straße. „Damit haben wir die Möglichkeit, noch zu überlegen, wie das Gebiet weiter entwickelt werden soll“, sagte Bauamtsleiter Ronald Fischer. Nicht alle Pläne, die damals entstanden, wurden realisiert. „Wie und ob es weitergeht, ist noch offen, darüber müssen die Stadträte noch entscheiden“, so Fischer. Weiter gehe es mit der Gestaltung des Spielplatzes. Die Stadt hat dafür über das Leader-Gebiet Sachsenkreuz plus Fördergeld beantragt. In diesem Gremium ist das Vorhaben auf Zustimmung gestoßen. Reichlich 6 000 Euro werden in Aussicht gestellt. Nun liegt der Förderantrag beim Landratsamt Mittelsachsen. Wenn dieser bewilligt wird, kann das Vorhaben umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Stadt einen bestätigten Haushalt hat. Der Fördersatz betrage 75 Prozent, die Stadt müsse 25 Prozent Eigenanteil beisteuern. Angeschafft werden sollen eine Vogelnestschaukel, eine Motorikschleife und ein Spielhaus. Bisher stehen zwei Klettertürme und ein Wackeltier auf dem Spielplatz.

Die Bauleitplanungen für die anderen sechs Gebiete stammen teilweise noch aus der Zeit, in denen Gersdorf und Wendishain noch selbstständig waren. „Mit dem Aufstellen und der Auslegung der Bebauungspläne wurde ein rechtlicher Rahmen geschaffen. Dieser geht nur mit einem Beschluss des Stadtrates aufzuheben“, sagte Fischer. So gab es bis zur Ratssitzung einen Bebauungsplan für das „Wohngebiet Feldstraße“ aus dem Jahr 2008. „Das betrifft den hinteren Bereich an der Dresdener Straße. Damals gab es Einwände der Firma Alko“, sagte der Bauamtsleiter. So lange in diesem Bereich Industrie und Gewerbe angesiedelt seien, müsse man sich von dem Gedanken trennen, an der Feldstraße ein Wohngebiet zu errichten. Für Gersdorf wurde 1997 der Bebauungsplan „Gersdorf-Unterdorf“ und für das Mitteldorf 1993 der für das Wohngebiet „Am Schanzenbach“, das sich unterhalb des Gasthofes liegen sollte, aufgestellt. Auch diese Wohngebiete wurden vorerst ad acta gelegt.

Einen Vorhaben- und Erschließungsplan hat es in den 1990-er Jahren für einen Wohnungsbaustandort Schönerstädt gegeben. „Der Durchführungsvertrag mit dem Bauträger war schon unterschrieben. Bedingung war, dass das Vorhaben innerhalb von zwei Jahren realisiert werden sollte“, so Ronald Fischer. Ebenfalls zu den Akten gelegt wurde der Beschluss für das geplante Wohngebiet „Straße des Friedens“. Der Aufstellungsbeschluss stammt schon aus dem Jahr 1992 und der für den Bebauungsplan „Am Sportplatz“ im Ortsteil Wendishain ebenfalls.

Einziger Beschluss zu einem Baugebiet, der weiterhin erhalten bleibt, ist der für den „Blockinnenbereich“ an der Karl-Marx-Straße. „Dieser Bereich ist aus städtebaulicher Sicht von Interesse. Die damals festgelegten Ziele sollen weiter verfolgt werden“, sagte der Bauamtsleiter. Die Stadträte stimmten der Verfahrensweise zu.