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Entzündeter Fuß bremst Max

© Juliane Richter

Schlechte Blutwerte hatten die Entzündung im Körper des Leistenkrokodils bereits angekündigt, jetzt konzentrieren sich die Mediziner auf die Therapie seines rechten Vorderfußes. Die Entzündung in der Klaue hat bereits den Knochen erreicht.

Dresden. Für Leistenkrokodil Max im Dresdner Zoo gibt es einen Tag nach den komplexen medizinischen Untersuchungen noch keine Entwarnung. Zwar hätten sich die Leber- und Nierenwerte erstaunlich schnell verbessert, sagten heute die behandelnden Ärzte, doch dafür sitze das eigentlich Probleme ziemlich tief: Die Mediziner vermuten, dass die im Blut nachweisbaren Entzündungswerte von einer Verletzung im rechten Vorderfuß herrühren, wie Zoo-Tierarzt Dimitri Widmer erklärt.

Die rechte Klaue von Max ist fürs Röntgenbild fixiert. © Zoo Dresden
Genesungswünsche von Kinderhand am Beckenrand. © Juliane Richter
Wie auf dem Bild gewünscht, kann die Sonne für Max bald wieder scheinen. © Juliane Richter

Die Entzündung sei schon auf den Knochen übergegangen, was die Symptome - Bewegungsarmut und Appetitlosigkeit - erklären könne. Max wird nun weiter mit Antibiotika, Schmerzmitteln und Entzündungshemmer behandelt – allerdings aus der Distanz. Zwar wirke die Narkose noch nach, aber trotzdem bleiben die Ärzte lieber auf Abstand zu dem an die 430 Kilo schweren Koloss und agieren hinter der Sicherheit eines Gitters.

Der kranke Fuß soll über einen längeren Zeitraum mit einer antiseptischen Lösung behandelt werden. Wie der fast 60-jährige Max die tägliche Spülung verabreicht bekommt, werde noch diskutiert, sagen die Mediziner – wahrscheinlich erhält der Fuß die Dusche per Gartenschlauch.

Begleitet werde die Therapie weiter mit der Gabe von Schmerzmitteln und Antibiotika, um die Entzündung auch von innen zu bekämpfen. Sobald Max dann wieder Appetit verspürt, liegen Hühnchen oder Kaninchen als Kost für den prominenten Patienten bereit. „Über den Berg ist er aber auf keinen Fall“, sagt Widmer.

Der Zoo-Liebling könnte sich im Mai bei der Beckenreinigung verletzt haben, mutmaßen die Ärzte und die Verletzung sei dann tiefer gewesen als angenommen. (jr/stb (szo) mit dpa)