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Er war ein Glücksfall fürs Carolus

Roland Schömann war der richtige Mann zur rechten Zeit. Jetzt starb er plötzlich. Mit 50.

© nikolaischmidt.de

Von Sebastian Beutler

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Görlitz. Als Roland Schömann noch Vlogman mit Nachnamen hieß, war er eine der Schlüsselfiguren im Görlitzer Krankenhauskrieg 2010/2011 zwischen Städtischem Klinikum und Carolus-Krankenhaus. Er selbst hatte ihn nicht vom Zaune gebrochen, und anfangs sah es auch so aus, dass er als kaufmännischer Direktor des Malteser-Krankenhauses St. Carolus den Kürzeren zog. Mancher sah das traditionsreiche Haus in Rauschwalde schon am Ende. Doch durch geschicktes Verhandeln gelang Schömann das Unglaubliche: Er nutzte die Unzufriedenheit unter Chef-, Ober- und Fachärzten am Klinikum gezielt aus und holte drei Chefärzte – Anästhesie, Urologie und Chirurgie – sowie weitere Mediziner ans Carolus. Ohne Schömann wären sie nie gekommen.

Ohne ihren Wechsel ans Carolus, gäbe es das Malteser-Krankenhaus heute nicht mehr. Die Malteser haben das Schömann nicht lange vergolten, kamen auch mit der unabhängigen Art Schömanns nicht zurecht. Als er sich von einem schweren Herzinfarkt im Wanderurlaub erholte, schoben sie ihn zunächst ins Medizinische Versorgungszentrum ins City-Center ab. Als das schloss, ging auch Schömanns Zeit bei den Maltesern zu Ende. Nach einigen Jahren beruflicher Suche startete er im vergangenen Februar als unabhängiger Rentenberater. Da half ihm, dass er bei der Landesversicherungsanstalt Berlin lange Jahre gearbeitet hatte, ehe er über eine bayerische Klinik nach Görlitz kam.

Zwischendurch fand er auch sein privates Glück in Görlitz, heiratete und machte Pläne. Aus diesen ist er jetzt jäh gerissen worden. Drei Wochen vor seinem 51. Geburtstag hörte sein Herz auf zu schlagen.