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Radebeul

Erdberge an der Kötitzer Straße

Anwohner sind von den Aufschüttungen überrascht und fragen sich, was aus dem Grundstück wird.

Die Erdmassen zwischen Kötitzer Straße und Lindenweg
Die Erdmassen zwischen Kötitzer Straße und Lindenweg © Norbert Millauer

Radebeul. In der Woche vor Pfingsten guckten Anlieger der Kötitzer Straße nicht schlecht, als dort, an der Ecke zum Lindenweg, plötzlich große Lastwagen anrückten und bergeweise Erde abluden. Innerhalb weniger Tage war die Straße verschmutzt, über dem Gebiet hing eine Staubwolke, berichtet Anwohner Klaus Wukasch.

„Fast 30 Jahre ruhte das große Grundstück, ein ehemaliges Feld der Bauern aus Naundorf. In dieser Zeit konnte sich jeglicher Wildwuchs, besonders die Brombeeren, voll entfalten. Aber nicht immer zum Wohlbefinden ihrer Nachbarn“, sagt der Naundorfer. Er musste die Brombeeren regelmäßig zurückschneiden, weil sie drohten, über den Zaun auch seinen Garten zu vereinnahmen.

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Umso ärgerlicher findet er es, dass die Anwohner nicht informiert wurden, dass auf dem Areal etwas passiert, es Lärm- und Schmutzbelastungen geben wird. Es wäre nett und höflich gewesen, wenn es eine Mitteilung für die umliegenden Bewohner gegeben hätte, sagt Wukasch. Und außerdem eine Information, was aus dem Grundstück werden soll, ob hier möglicherweise sogar gebaut wird.

Wie die Nachbarn selbst herausgefunden haben, handelt es sich bei den großen Erdbergen um Aushub von der Baustelle an der Uferstraße. Dort entstehen neue Wohnhäuser. Der Boden aus der Baugrube wurde auf das Areal an der Kötitzer Straße verfrachtet, das ebenfalls Investor Christoph Dross gehört, der an der Uferstraße neu bauen lässt. 

Dross war für die SZ nicht persönlich zu erreichen. Für das Grundstück an der Kötitzer Straße hat er derzeit aber offenbar keine größeren Ambitionen. Über sein Büro ließ er ausrichten, dass es für das Gelände keine Bauabsichten gibt.