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Erfolg bei gemeinsamer Jagd im Staatswald

Am vergangenen Sonnabend fand im Friedewald wieder eine der größten Hubertusjagden im Freistaat statt (die SZ berichtete). Daran beteiligt waren neben der Eigenjagd der Wettiner und der Verwaltungsjagd...

Am vergangenen Sonnabend fand im Friedewald wieder eine der größten Hubertusjagden im Freistaat statt (die SZ berichtete). Daran beteiligt waren neben der Eigenjagd der Wettiner und der Verwaltungsjagd des Sachsenforstes auch Waidmänner der örtlichen gemeinschaftlichen Jagdbezirke – insgesamt über 200 Jäger, 43 Hunde und 70 Treiber. Die erste gemeinsame Jagd über Eigentumsgrenzen hinweg hatte es in diesem sehr großen Gebiet 2009 gegeben. Zum einen wird dadurch die Chance des Jagderfolgs erhöht, letztlich ist es aber auch für das Wild besser, da es so nur einmal beunruhigt wird.

Während die Jagdstrecke im Wettinerwald diesmal mit 17 erlegten Rehen und zehn Wildschweinen, vor allem bei letzteren, unter den Erwartungen blieb, ist der Leiter des Moritzburger Staatswaldreviers durchaus zufrieden. „Obwohl sich mit knapp 60 bei uns diesmal fast 25 Jäger weniger beteiligt haben, liegt das Ergebnis im Rahmen der vergangenen Jahre“, sagt Marko Groß. Die Jagdstrecke, die zum zweiten Mal am Forsthaus Kreyern gelegt wurde, bestand aus 26 Wildschweinen, 14 Rehen und einem Fuchs.

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Daniel von Sachsen vermutet als Grund für den geringen Jagderfolg beim Schwarzwild die anhaltende Trockenheit. Diese erschwert den Wildschweinen die Suche nach Würmern und anderem tierischen Eiweiß. In angrenzenden Gärten und auf Wiesen haben die Schweine derzeit möglicherweise mehr Erfolg.

Und warum wurden im Moritzburger Staatswald dann deutlich mehr Schwarzkittel erlegt? „Wir haben den Vorteil, dass die Wildschweine sich in die Schilfgürtel der Teiche in unserem Revier zurückziehen können“, sagt Marko Groß. „Dort wühlen sie im Schlamm nach Schnecken und anderem.“ (SZ/gör)