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Erfolglose Anti-Drogen-Demo

Der Pegida-Mitbegründer René Jahn hat auch Händler zum Problem Wiener Platz befragt.

Keine Drogen in Dresden lautete das Motto einer Demo über die Prager Straße am Sonnabend. Angemeldet hatte sie René Jahn, der einst zu dem Pegida-Köpfen zählte. Ihm schlossen sich aber nur rund 35 Teilnehmer für das erklärte Ziel „Dresden wird die sicherste Stadt Deutschlands“ an. Vor wenigen Wochen waren noch etwa 80 in gelben Warnwesten aufgetaucht.

Ziel der Gruppe ist es, dass der Drogenhandel am Wiener Platz eingedämmt wird. Jahn wertete die Teilnahme als „ernüchternd“ und erklärte gegenüber der SZ: „Es gibt noch genug Themen hier, wir machen auf jeden Fall weiter.“

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Zuvor hatten Jahn und seine Unterstützer eine Art Umfrage unter den Händlern an der Prager Straße gemacht. Sie wollten wissen, ob sie sich sicher fühlen, es Umsatzrückgänge gibt, die Ladendiebstähle zugenommen haben und sie sich die private City-Streife zurückwünschen. Die Ergebnisse sind gemischt: Die Unsicherheit ist deutlich erkennbar, als Gründe werden Migranten aber auch Pegida angegeben. Die meisten Händler beklagen auch die steigende Zahl an Diebstählen. Umsatzrückgänge gibt es, aber nicht bei allen und teilweise auch schon länger als dass der Wiener Platz im Fokus der Dealer steht.

Auch bei der City-Streife, die einige Händler eine Zeit lang finanziert haben, gibt es eine differenzierte Sichtweise: Viele finden den privaten und mobilen Wachdienst gut und vermissen ihn – andere sagen, richtige Polizei wäre besser. (SZ/awe)