Teilen: merken

Erfolgreich für Sachsen und ihre Heimbahn

In Freital wurden Sachsens beste Kufensportler geehrt. Ihre Erfolge kommen auch dem Stützpunkt Altenberg zugute.

© Andreas Weihs

Von Stephan Klingbeil

Freital. Ehre, wem Ehre gebührt: Zum Abschluss einer aus sächsischer Sicht sehr erfolgreichen Saison zeichnete der Landesverband RBSV am Donnerstagabend auf Schloss Burgk in Freital Rennrodler, Bobathleten und Skeletonsportler des Freistaats aus. Einige, wie Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich aus Pirna, fehlten zwar, weil sie mit ihren Familien im Urlaub weilen. Die meisten Kufensportler folgten jedoch der Einladung und ließen sich noch mal feiern. Vize-Olympiasieger Nico Walther war dabei, Martin Grothkopp und Candy Bauer vom Bobteam Friedrich ebenso. Auch Bobpilotin Stephanie Schneider, Skeleton-Ass Axel Jungk, und Rennrodel-Junioren-Weltmeisterin Jessica Tiebel wurden geehrt, genauso wie viele weitere Kufensportler und Trainer vom RRC Altenberg, BSC Sachsen Oberbärenburg und anderen Klubs. Für die erfolgreichen Olympioniken gab es gar schmucke Uhren – Unikate aus Glashütte.

Symbolbild Anzeige
Anzeige

Lass uns über Geld reden

Geld entspannt und individuell anlegen – und das schon mit Beträgen ab 25 Euro! Wie das geht? Einfach passendes Fondsportfolio mit der digitalen Geldanlage finden. Lerne jetzt coyomi kennen.

Bei dem Treffen auf Schloss Burgk war aber auch die Bobbahn in Altenberg ein Thema. Denn dank der Erfolge der Oberbärenburger Wintersportler dürfte die Zukunft der über 30 Jahre alten Wettkampfstätte ein Stück weit sicherer sein.

„Wir als Land können uns nur finanziell beteiligen, wenn der Bund selbst grünes Licht gibt“, sagt Vize-Landtagspräsidentin Andrea Dombois (CDU). „Insofern ist es ein gutes Signal dafür, wenn unsere Sportler so tolle Erfolge vorzeigen können.“

Denn in der Bahn stehen Investitionen an. Und die Hoffnung ist groß, dass Bund und Land mehr Zuschüsse bewilligen. Der Eiskanal, in dem 2020 Bob- und Skeleton-WM stattfinden, soll so umgebaut werden, dass sie modernen Anforderungen genügt und sicherer wird. Von 2,7 Millionen Euro ist die Rede. Der Landkreis, der die Summe nicht stemmen kann, ist optimistisch, dass es mit der Finanzierung klappt – zumal die neue Bundesregierung inzwischen steht.

Die Bobbahn gilt für viele Athleten als schwerste der Welt. „Wer hier besteht, besteht überall“, sagt Bobtrainer Andreas Zschocke. Sie sei für den Sportstandort existenziell. „Ohne die Bahn wäre ich nie Bobsportler und nie Olympiasieger geworden“, sagt Friedrichs Anschieber Candy Bauer. Bobpilot Walther und die Oberbärenburger Skeletonis sehen das genauso.

Doch sie alle wissen auch, dass sich ihre Heimbahn gegen andere Eiskanäle weltweit behaupten muss. In Peking kommt für die Winterspiele 2022 die 17. hinzu. Da die Anzahl internationaler Wettkämpfe begrenzt ist, braucht es gute Argumente. Und die will Altenberg liefern – mit tollem Eis, starker Organisation und toller Stimmung.

Doch offenbar gibt es hier Luft nach oben. „Der Eventcharakter ist das Wichtigste, die meisten Zuschauer kommen nicht wegen des Sports, sondern wegen des Drumherums, da sieht man doch beim Ski alpin oder Biathlon“, sagt etwa Jungk. Und Rennen sollten alle am Wochenende stattfinden, denn wer hat schon Freitagfrüh Zeit?“ Auf Letzteres und auf eine bessere Vermarktung hoffen andere Sportler auch.

Renntermine hängen oft mit Vorgaben und Wünschen internationaler Verbände zusammen. Und viele Sportler wollen sich lieber nur auf die Rennen konzentrieren – ganz ohne Zirkus drumherum. Das mache es nicht einfacher für Organisatoren, sagt Bahnchef Matthias Benesch. „Einiges wurde hier schon realisiert. Auch gibt es neue Ideen, doch die Umsetzung hakt teils aus mehreren Gründen.“ Optimiert werden kann also noch einiges – unabhängig von den vielen Erfolgen sächsischer Sportler.