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Erfrischender Start ins neue Jahr

Zum Anbaden am Neujahrstag stiegen 20 Schwimmer ins Wasser des Cunewalder Erlebnisbades. Warm war es nicht gerade.

Von Carmen Schumann
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Schwimmmeister Rico Koslowski stieg am Neujahrstag als erster in das fünf grad kalte Wasser des Cunewalder Erlebnisbades. Manche Schwimmer hatten sich kostümiert.
Schwimmmeister Rico Koslowski stieg am Neujahrstag als erster in das fünf grad kalte Wasser des Cunewalder Erlebnisbades. Manche Schwimmer hatten sich kostümiert. © Carmen Schumann

Cunewalde. Von Eisbaden konnte keine Rede sein. Aber Überwindung kostete es schon, bei sechs Grad Außentemperatur ins fünf Grad warme Wasser des Cunewalder Erlebnisbades zu steigen. Bernd Alber aus Wilthen fand es herrlich. Der Mann mit der Weihnachtsmannmütze war das erste Mal beim Neujahrs-Anbaden in Cunewalde dabei. Er fand, dass das kalte Wasser dem Körper gut tut. Vor allem, wenn man ihm hinterher auch wieder Wärme zuführen konnte. Die Organisatoren des Neujahrsschwimmens hatten vorgesorgt. Es gab eine durch einen Badeofen erwärmte Dusche und eine kleine mobile Sauna. Die gehört Sören Trillenberg, dem Vorsitzenden des Fördervereins des Erlebnisbades. – Durch eine Erkältung geschwächt, konnte der Vereinsvorsitzende diesmal nicht mit ins Wasser steigen. Trotzdem freute er sich, dass sich 20 Wagemutige eingefunden hatten, die trotz des durchwachsenen Wetters dem inneren Schweinhund besiegten und in die kühlen Fluten stiegen.

 Allerdings seien es vor einem Jahr 40 Eisbader gewesen, die zu Neujahr nach Cunewalde kamen. Da sei aber das Wetter wesentlich besser gewesen, sagt Sören Trillenberg. Deshalb seien zu Neujahr 2018 auch rund 200 Schaulustige da gewesen, während es diesmal nur etwa 80 waren. Schwimmmeister Rico Koslowski, der in Friedersdorf wohnt, wunderte sich nicht, dass relativ wenige gekommen waren. Denn im südlichen Oberland hatte es stark geregnet. Da sei mancher gar nicht erst losgefahren. Um 14 Uhr schloss der Himmel aber zum Glück seine Schleusen über Cunewalde. So hatten die Badelustigen das Nasse nur von unten. Der Schwimmmeister ging mit gutem Beispiel voran und stieg als erster in das Becken. Zuvor hatte er alle Teilnehmer darüber informiert, dass das Baden auf eigene Gefahr geschieht. Denn da das Wasser seit dem Saisonende im September in den Becken steht, um Frostschäden an ihnen zu vermeiden, können natürlich die üblichen Standards nicht gewährleistet werden. Lange hielten sich die kühnen Schwimmer ohnehin nicht im Wasser auf. Fünf Minuten war das höchste der Gefühle.

Sören Trillenberg sieht das Neujahrsschwimmen auch als eine Werbeaktion für das Cunewalder Bad, das 2021 sein 90. Bestehen feiern kann. Die Fördervereinsmitglieder, die die Anbader auch bewirteten, haben sich vorgenommen, bis zum Jubiläumsjahr das historische Schwimmerhäusel wieder auf Vordermann zu bringen.