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Bautzen

Erhält Bautzen das Reichentor zurück?

Der Stadtrat soll sich mit einer Städtebau-Frage befassen. Dabei geht es aber um mehr als den Wiederaufbau eines historischen Bauwerks.

Unter dem Reichenturm am Ende der Reichenstraße befand sich eines der Bautzener Stadttore. 1968 ist es abgerissen werden. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Es ist seit dem Abriss 1968 aus dem Stadtbild verschwunden und daher den meisten Bautzenern höchstens von Fotos bekannt – das Reichentor am Fuße des Reichenturms. Soll an seiner Stelle wieder ein Bauwerk errichtet werden? Mit dieser Frage wird sich der Bautzener Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch befassen – auf Antrag der FDP-Fraktion.

Es sei aber nicht das Ziel, einen historischen Zustand wiederherzustellen, betont Fraktionschef Mike Hauschild. Vielmehr gehe es um die Neugestaltung des gesamten Kornmarktes. Der sei zwar funktional, aber auch sehr nüchtern. Damit sich Bautzener und Gäste dort wohlfühlen können, sollte der Platz als Eingang zur Altstadt neugestaltet werden. Dazu komme, dass es auch bauliche Probleme gebe. So seien immer wieder Reparaturen fällig, weil Wasser in die darunter liegenden Tiefgarage läuft und die Steinplatten nicht der Belastung durch Fahrzeuge, etwa beim Aufbau für Veranstaltungen oder zum Wochenmarkt, standhalten. Auch wirke die helle Farbe der Platten bei Sonne sehr unangenehm.

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Anstelle des früheren Reichentors kann sich Hauschild ein modernes Gebäude vorstellen, das als Tor zur Reichenstraße fungiert und darüber ein Café beherbergt. In die Diskussion über eine Neugestaltung des Kornmarktes sollten, so Hauschild, auch die Bürger einbezogen werden. Mit dem Antrag wolle seine Fraktion nun den Anstoß geben, damit erste Schritte unternommen werden, um „Klarheit zu bekommen, wie und zu welchen Kosten das Areal umgestaltet werden kann“. (SZ/MSM)

Stadtratssitzung am Mittwoch, 16 Uhr, im Stadtratssaal, Gewandhaus, Innere Lauenstraße 1