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Döbeln

Erich Kästner auf dem Leisniger Markt

Ein mobiles Museum informiert über den Buchautor. Im Gepäck befinden sich nicht nur die bekannten Kinderbücher.

Hannah Hofmann (rechts) zeigt zwei Besucherinnen des Museumsmobils auf dem Leisniger Markt einige Dokumentationen aus dem Leben des sächsischen Buchautors Erich Kästner.
Hannah Hofmann (rechts) zeigt zwei Besucherinnen des Museumsmobils auf dem Leisniger Markt einige Dokumentationen aus dem Leben des sächsischen Buchautors Erich Kästner. © Lutz Weidler

Leisnig. Der gelbe Kleintransporter, der auf dem Leisniger Markt steht, ist auf den ersten Blick unscheinbar. Bei näherer Betrachtung fällt das Kennzeichen auf: DD EK 2302. DD steht für Dresden, EK für Erich Kästner und der 23. Februar ist Erich Kästners Geburtstag.

„Pünktchen und Anton“, „Das fliegende Klassenzimmer“, „Emil und die Detektive“ oder „Das doppelte Lottchen“. Die Kinderbücher von Erich Kästner kennt eigentlich jeder. Doch nicht nur die haben die beiden Mitarbeiterinnen des Dresdener Erich-Kästner-Museums mitgebracht.

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 Vor dem Transporter stehen mehrere Regale mit Schubladen. Sie beinhalten verschiedene Objekte aus Kästners Leben zum Anfassen und Ausprobieren. „Die sieben Ausstellungsmodule zu den Themen Nähe, Zusammenhalt, Ich, Erinnerungen, Träume, Arbeit und Heimat sollen die Sichtweise des sächsischen Autors mit typischen Aspekten aus dem Alltagsleben verbinden“, teilt Projektkoordinatorin Noëlle Waibel mit.

 „Im Prinzip verändert sich die Ausstellung ständig, denn die Besucher gestalten sie mit“, ergänzt Museumsmitarbeiterin Hannah Hofmann.

Das mobile Museum hat am Freitag zum ersten Mal auf dem Leisniger Marktplatz gehalten. Hannah Hofmann und FSJ-lerin Juliane Prautzsch wollen den Besuchern Erich Kästners Leben näher bringen. 

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ – dieses Zitat von Erich Kästner finden die Besucher des Musuemsmobils zum Beispiel in einem der zahlreichen Schubladen. Wer Lust hat, kann aufschreiben, was alles Gutes getan werden kann. Das haben schon einige Besucher getan.

 „An andere Mitmenschen denken“, „Einander wahrnehmen und grüßen“, „Ein Lächeln schenken“, steht beispielsweise auf kleinen Zetteln, die die Besucher in das Schubfach gelegt haben.

Die Stadt Leisnig haben sich die Museumsmitarbeiter nicht ohne Grund ausgewählt. Erich Kästner verbindet einiges mit der Region. „Seine Mutter stammt aus Kleinpelsen, die Eltern haben in Börtewitz geheiratet und er hat einen Teil seiner Kindheit in Döbeln verbracht“, so Hannah Hofmann. Einige Passagen davon sind in seinem Buch „Als ich ein kleiner Junge war“ nachzulesen.

Das Museumsmobil kommt noch drei Mal auf den Leisniger Markt. Die Termine sind am 6. und 20. März sowie am 3. April in der Zeit von 12 bis 16 Uhr.

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