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Erika Zuchold

Als dritte deutsche Turnerin nach den Berlinerinnen Maxi Gnauck (2000) und Karin Büttner-Janz (2003) wird Erika Zuchold Ende dieses Monats in die „International Gymnastics Hall of Fame“ in Oklahoma City (USA) aufgenommen.

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Als dritte deutsche Turnerin nach den Berlinerinnen Maxi Gnauck (2000) und Karin Büttner-Janz (2003) wird Erika Zuchold Ende dieses Monats in die „International Gymnastics Hall of Fame“ in Oklahoma City (USA) aufgenommen. Der 19fachen DDR-Meisterin, die in Leipzig-Stötteritz lebt, wird die Ehrung gemeinsam mit der Weißrussin Swetlana Boginskaja, dem Russen Waleri Ljukin und dem sechsfachen japanischen Olympiasieger Akinori Nakajama zuteil.

1964 hatte Erika Zuchold noch unter ihrem Mädchennamen Barth die Turnwelt revolutioniert, als sie als erste Frau der Welt den Flick- Flack auf dem Schwebebalken wagte. Da ein Achilles-Sehnenriss ihren Start bei den Olympischen Spielen in Tokio verhinderte, begann ihre internationale Erfolgs-Karriere mit den Weltmeisterschaften 1966 in Dortmund, wo sie Vize-Weltmeisterin im Sprung wurde. Ihre erfolgreichste WM erlebte sie vier Jahre später. In Ljubljana erkämpfte sie Titel am Balken und beim Sprung und holte Silber im Mehrkampf sowie mit der DDR-Mannschaft. Vier Mal Silber und ein Mal Bronze lautete die Olympia-Bilanz von Erika Zuchold 1968 in Mexiko und 1972 in München, sieben Medaillen gewann sie zwischen 1967 und 1971 bei Europameisterschaften. Nach ihrer sportlichen Karriere schlug sie eine künstlerische Laufbahn ein, beschäftigt sich heute mit Malerei und Grafik. Mit bildhauerischen Projekten engagierte sie sich bei der Olympia-Bewerbung ihrer Heimatstadt Leipzig. (dpa/SZ)