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Ermittler durchsuchen ostsächsische Entsorgungsfirma

Görlitz/Altbernsdorf. Nach dem spurlosen Verschwinden gefährlicher Abfälle in Ostsachsen ist die betroffene Entsorgungsfirma in Altbernsdorf (Landkreis Görlitz) durchsucht worden. Der Eigenschen Trocken-...

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Görlitz/Altbernsdorf. Nach dem spurlosen Verschwinden gefährlicher Abfälle in Ostsachsen ist die betroffene Entsorgungsfirma in Altbernsdorf (Landkreis Görlitz) durchsucht worden. Der Eigenschen Trocken- und Umwelttechnik GmbH (ETU) werde vorgeworfen, 310 Fässer mit insgesamt rund 60 Tonnen selbstentzündlichem Filterstaub ohne Genehmigung verkauft zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft in Görlitz am Montag mit. Die Geschäftsleitung war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mitarbeiter des zuständigen Landratsamtes hatten bei einer Kontrolle in der vergangenen Woche festgestellt, dass auf dem Firmengelände tonnenweise Sondermüll fehle, der als brand- und explosionsgefährdet gelte. Dateien und Ordner, die bei der Durchsuchung am vergangenen Freitag beschlagnahmt wurden, sollen nun ausgewertet werden, hieß es.

Nach Angaben des sächsischen Umweltministeriums kamen die Fässer mit den magnesiumhaltigen Stoffen 2010 aus Thüringen zur Entsorgung nach Altbernsdorf. Sie konnten in den dortigen Anlagen jedoch nicht behandelt werden und sollten zurückgeschickt werden. Im April 2012, nach gerichtlichen Auseinandersetzungen, wurde erneut deren sofortige Entsorgung angeordnet und die sogenannte Ersatzvornahme angedroht - falls nötig, hätte der Müll also von einer anderen Firma auf Kosten der Altbernsdorfer entsorgt werden sollen.

Gegen die Bestätigung dieser Anordnung durch das Verwaltungsgericht Dresden hatte der Betreiber Beschwerde beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht eingelegt. Eine Entscheidung darüber steht nach Ministeriumsangaben noch aus. (dpa)