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Ermittler rollen Mordfall von 1987 wieder auf

Zwickau - Zwickauer Ermittler haben einen Mordfall aus dem Jahr 1987 wieder aufgerollt. Fast auf den Tag genau 22 Jahre nach der Tötung einer 18-Jährigen in der Stadt setzen sie ihre Hoffnungen auf die...

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Zwickau - Zwickauer Ermittler haben einen Mordfall aus dem Jahr 1987 wieder aufgerollt. Fast auf den Tag genau 22 Jahre nach der Tötung einer 18-Jährigen in der Stadt setzen sie ihre Hoffnungen auf die ZDF-Fernsehsendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“. „Das ist die letzte Chance“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Zwickau am Freitag. Sie bestätigte einen Bericht der „Freien Presse“. Sämtliche Ermittlungsansätze hätten sich zerschlagen. Die junge Stickerin war am 9. April 1987 verschwunden, einen Tag später wurde ihre nackte Leiche gefunden. Die Sendung wird am 8. April um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Mysteriöser Friedhofsbesucher

Die Beamten suchen einen damals 18 bis 20 Jahre alten Mann, den die Eltern der jungen Frau gut ein Jahr nach dem Verbrechen am Grab ihrer Tochter gesehen hatten. Zudem fahnden sie nach dem Besitzer eines hellen Wartburgs mit Schiebedach, der vermutlich zehn bis 15 Jahre älter als die junge Frau und offenbar mit ihr bekannt war. Außerdem hoffen die Ermittler auf Anrufe von Menschen, die bisher nicht zu dem Mord gehört sowie auf Zeugen, die damals von der Staatssicherheit befragt wurden. Diese hatte in der DDR eigene Ermittlungen bei Kapitalverbrechen durchgeführt.

Um die Jahrtausendwende hatte die Polizei die 1989 ohne Ergebnis geschlossenen Akten wieder geöffnet, da die Fahnder auf moderne DNA- Tests hofften. Seitdem gaben rund 3.000 Männer Speichelproben ab. Es gab jedoch keine Übereinstimmung. (dpa)