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Ermittlung gegen SEK-Beamten

Ein SEK-Beamter hat im Einsatz bei einer Demonstration gegen Rassismus an seiner Uniform ein Symbol getragen, das auch in der rechten Szene verwendet wird.

© dpa

Dresden. Ein SEK-Beamter hat im Einsatz bei einer Demonstration gegen Rassismus an seiner Uniform ein Symbol getragen, das auch in der rechten Szene verwendet wird. Der Sprecher des Landeskriminalamtes, Tom Bernhardt, bestätigte am Donnerstag, dass der Fall vom Einsatz des Spezial-einsatzkommandos (SEK) in Wurzen (Landkreis Leipzig) derzeit geprüft werde. Bisher lägen allerdings „keine Anhaltspunkte für eine Sympathiebekundung mit der rechten Szene beziehungsweise eine bewusste politische Aussage vor“, so Bernhardt. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet.

Der Beamte hatte bei dem Einsatz am vergangenen Wochenende einen Aufnäher an seiner Uniform befestigt, auf dem einer der zwei Raben Odins abgebildet ist. Das Symbol stammt laut Bernhardt aus der nordischen Mythologie und ist nicht verboten. Die Universität der norwegischen Stadt Tromsø trägt das Symbol sogar im Logo. Es wird heutzutage allerdings auch in der rechten Szene verwendet.

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Generell sei es Beamten untersagt, private Abzeichen oder Symbole an der Uniform zu befestigen oder zu tragen. „Das Landeskriminalamt Sachsen nimmt diesen Sachverhalt sehr ernst und auch zum Anlass, alle Einsatzkräfte entsprechend zu sensibilisieren“, so der LKA-Sprecher.

Bis zu 400 Menschen waren am vergangenen Samstag durch Wurzen gezogen, um gegen Rassismus und Neonazis zu demonstrieren. Dabei war der Zug von einem massiven Polizeiaufgebot abgesichert worden. Zu dem Protestzug hatte das linksextreme Bündnis „Irgendwo in Deutschland“ aufgerufen. (dpa)