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Chemnitz

Ermittlungen gegen Chemnitzer

Noch immer sind die Geschehnisse rund um die tödliche Messerattacke in Chemnitz nicht gänzlich aufgearbeitet. Bisher gibt es mehr als 200 Verfahren.

Am 26. August 2018 gab es in Chemnitz gewaltsame Ausschreitungen. © dpa

Chemnitz. Neun Monate nach den rechten Demonstrationen und ausländerfeindlichen Übergriffen in Chemnitz sind zwei weitere Männer ins Visier der Justiz geraten. Am Dienstag wurden in Chemnitz und im 40 Kilometer entfernten Meerane die Wohnräume der zwei Tatverdächtigen durchsucht, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Die Männer stehen im Verdacht, am 26. August 2018 auf dem Johannisplatz in Chemnitz an gewaltsamen Ausschreitungen maßgeblich beteiligt gewesen zu sein.

Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden 39 und 43 Jahre alten Männer wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie der gefährlichen Körperverletzung. In den Wohnungen wurden unter anderem Mobiltelefone, ein Schlagring und IT-Technik sichergestellt. "Wir bleiben an den Straftaten dran, auch wenn schon geraume Zeit vergangen ist", sagte eine LKA-Sprecherin.

Auslöser für die Demonstrationen, fremdenfeindlichen Übergriffe sowie Anschläge auf ausländische Restaurants war eine tödliche Messerattacke auf einen 35 Jahre alten Deutschen in Chemnitz. Wie das LKA am Dienstag auf Anfrage mitteilte, gab es im Zusammenhang mit den Demonstrationen bisher mehr als 200 Verfahren, die teilweise bereits abgeschlossen sind. (dpa)