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Ermittlungen gegen Prokon-Gründer

Hamburg/Lübeck. Für Carsten Rodbertus wird es eng. Seit er das Windkraftunternehmen Prokon an die Wand gefahren hat, hagelt es Strafanzeigen gegen ihn. Unter anderem wegen Betrugs. Die Staatsanwaltschaft hat geprüft, ob es einen Anfangsverdacht gibt.

Hamburg/Lübeck. Für Carsten Rodbertus wird es eng. Seit er das Windkraftunternehmen Prokon an die Wand gefahren hat, hagelt es Strafanzeigen gegen ihn. Unter anderem wegen Betrugs. Die Staatsanwaltschaft hat geprüft, ob es einen Anfangsverdacht gibt. Jetzt wird ermittelt. Auch gegen weitere Wirtschaftsdelikte, zu denen die Behörde in Lübeck keine weiteren Details nennen wollte. Oberstaatsanwältin Wenke Haker-Alm bestätigte nur, dass nach einem Anfangsverdacht wegen Insolvenzverschleppung es inzwischen offiziell Untersuchungen gibt. Wegen der „Unmenge von Datenmaterial“ rechnet die Oberstaatsanwältin damit, dass die Ermittlungen mindestens ein Jahr dauern werden. Es seien sehr viele Bewertungsfragen zu klären, ergänzte Haker-Alm. Die Staatsanwaltschaft muss unter anderem herausfinden, wann genau der Zeitpunkt einer Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist. Der Insolvenzantrag war am 22. Januar 2014 beim Amtsgericht Itzehoe (Schleswig-Holstein) gestellt worden.Am kommenden Dienstag sollen Prokon-Gläubiger bei einer Versammlung in Hamburg dem Insolvenzverwalter den Auftrag für einen Insolvenzplan erteilen. 75 000 Anleger hatten dem Unternehmen rund 1,4 Milliarden Euro als Genussrechtskapital bereitgestellt. Sie hatten auf hohe Renditen gehofft. (dpa)

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