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Augusto

Ernährungstrends 2019

zwischen gesunden Zutaten und unnötigen Zusatzstoffen: Die Food Trends 2019 sind geprägt von zahlreichen Gesundheitsboostern. 

© pixabay.com / cegoh

Darunter Kimchi, Kurkuma und ballaststoffreicher Fleischersatz. Verbraucher, die auf Zusatzstoffe verzichten und maximalen Genuss erzielen möchten, sollten jedoch einen kritischen Blick auf Trends werfen und möglichst unverarbeitete Produkte bevorzugen. 

Was früher eine Selbstverständlichkeit war, darf sich heute als Food Trend feiern lassen: Selbst gemachte Köstlichkeiten aus der heimischen Küche. Sie erleben ein Comeback und versprechen eine Bereicherung der täglichen Ernährung. Die Bereitschaft, Zeit in die Zubereitung von Speisen zu investieren, steigt. Damit einhergeht die Motivation Küchengeräte anzuschaffen, welche die Herausforderungen erleichtern. Neben multifunktionellen Gerätschaften, die vom Kneten über Kochen bis zur Herstellung von geriebenem Käse nahezu alles können, erfreuen sich spezifische Küchenhelfer zunehmender Beliebtheit. Darunter Brotbackautomaten, die es erlauben den Ansprüchen von Lebensmittelintoleranzen gerecht zu werden und gesunde Brote herzustellen. „Wenn Sie glutenfrei Backen wollen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Wunschgerät über eine entsprechende Einstellungsmöglichkeit verfügt“, erklärt das Verbraucherportal brotbackautomat.org, das zentrale Kaufkriterien zusammengefasst hat. Auch hochentwickelte Dampfgarer und Heißluftfritteusen für fettreduzierte Mahlzeiten stehen derzeit ganz oben auf der Wunschliste.

Letztere wurden von der Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. In einem Test prüften Experten 13 Modelle zwischen 59 und 290 Euro. Das Ergebnis ist ernüchternd: Keines der getesteten Produkte konnte überzeugen. Das Spektrum der negativen Erkenntnisse reicht von Verbrennungsgefahr über unappetitliches Gemüse bis zu Hähnchenfleisch, das nicht ausreichend stark erhitzt wurde, um potenzielle Keime abzutöten. Somit gilt auch bei der Anschaffung von Küchengerätschaften: Vom blinden Vertrauen in Trends ist abzuraten. „Immerhin vier der Mini-Hei߬luft¬öfen, darunter eines der beiden befriedigenden Geräte, die sich mit dieser Note schon den Testsieg teilen, machen gute Pommes“, so die Anmerkung der Verbraucherorganisation im Beitrag unter test.de.

Dass die Gesellschaft die Bedeutung einer gesunden Ernährung erkannt hat und entsprechend handeln möchte, ist derzeit in der gesamten Lebensmittelbranche nachzuvollziehen. Die Ansprüche der Verbraucher steigen, Natur pur statt billiges Fast Food ist gefordert. Dem Trend der Selbermachen-Küche steht der beliebte Gang ins Restaurant gegenüber. Essen gehen, avanciert zunehmend zum gesellschaftlichen Must-have. Die Gastronomie dient als kultureller Treffpunkt, um sich auszutauschen und dabei leckere Menüs zu genießen. Auch dahingehend ist ein zunehmender Qualitätsanspruch spürbar.

Kimchi und Kurkuma für ein starkes Immunsystem – Sellerie als Anti-Aging Tipp

Unter den Ernährungstrends 2019 dürfen Kimchi und Kurkuma nicht fehlen. Sie fördern ein starkes Immunsystem und lassen sich vielfältig verwenden. Bei Kimchi handelt es sich um Gemüse, das durch Milchsäuregärung haltbar gemacht wird und aus der koreanischen Küche stammt. Es ist vergleichbar mit dem deutschen Klassiker Sauerkraut und liefert viel Vitamin C. Vorwiegend werden koreanischer Rettich und Chinakohl zu Kimchi verarbeitet. Das Gewürz Kurkuma ist antibakteriell und lässt sich ähnlich wie Ingwer zum Verfeinern von Gerichten und zur Zubereitung von Tee einsetzen. Die Zubereitung von kraftvollen Kurkuma Drinks, auch Goldene Milch genannt, ist in Foodblogs ebenfalls ein großes Thema. Für die leuchtende Farbe zwischen Orange und Ocker ist Curcumin verantwortlich, ein natürlicher Farbstoff der Kurkuma-Wurzel.

Genießer, die es eher grün mögen, greifen zur Sellerie. Die wird in diesem Jahr gern als Getränk serviert, welches bereits als Schönheitselixier gehandelt wird. Angesichts der Inhaltsstoffe eine durchaus angemessene Behauptung. Sellerie ist reich an sekundären Pflanzenstoffen, Vitamin E und B, Kalium und Beta-Carotin. Gleichzeitig bringt das Doldenblütlergewächs nur wenig Kalorien auf die Waage, schützt die Magenschleimhaut und sorgt für schöne Haut. 

Fleischalternativen nicht immer vorteilhaft

Burger-Patties aus Erbsen, Frikadellen aus Bohnen und Kichererbsen, Schnitzel aus Sojaprotein. Die Liste der Fleischersatzprodukte ist lang. Wird das Ersatzfleisch selbst hergestellt, ist es durchaus gesund. Insbesondere Hülsenfrüchte versorgen den Körper mit gesunden Nährstoffen und machen dank hoher Mengen Ballaststoffe lange satt. Mit Zusatzstoffen ist bei Fertigprodukten aus dem Supermarkt zu rechnen. Zucker ist einer der ungewollten Begleiter. Fleischlose Produkte sind teilweise stark verarbeitet und enthalten viel Salz und ungesunde Fette.

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Schwarze Sapote als Superfood?

Ein weiterer, teilweise als Superfood gefeierter Trend, löste die schwarze Sapote aus. Eine aus Mexiko stammende exotische Frucht in der Größe einer Mandarine. Ihr dunkles Fruchtfleisch lässt sich nach dem Aufschneiden der Frucht entweder direkt löffeln oder als Brotaufstrich verwenden. Geschmacklich ist das Obst mit Haselnüssen und Schokolade vergleichbar. Durchaus verlockend also. Die Bezeichnung Superfood scheint bei einem kritischen Blick jedoch übertrieben. Die schwarze Sapote ist zwar ein Vitaminlieferant, kann dahingehend jedoch nicht heimisches Obst wie Äpfel schlagen. Umweltschützer geben beim Import exotischer Früchte zu bedenken, dass während der Transporte große Mengen Kohlenstoffdioxid freigesetzt werden. Der Verzehr von regionalem Obst ist im Vergleich wesentlich klimafreundlicher und fördert gleichzeitig lokale Händler. 

*Dieser Inhalt wurde von einem externen Partner zur Verfügung gestellt.