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Erneut Ausschreitungen bei Protesten in Barcelona

Demonstranten und Polizisten lieferten sich die vierte Nacht in Folge Straßenschlachten.

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© Reuters

Barcelona. Proteste gegen die Räumung eines besetzten Gebäudes haben in Barcelona in der vierten Nacht in Folge zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei geführt. Vermummte Randalierer setzten in der Nacht zum Freitag im Stadtteil Sants der katalanischen Metropole eine Bankfiliale und zahlreiche Müllcontainer in Brand und bewarfen Polizisten mit Steinen und Flaschen. Die Polizei nahm mehrere mutmaßliche Gewalttäter fest. Die genaue Zahl gaben die Sicherheitskräfte zunächst nicht bekannt. In den vorangegangenen Nächten hatte es insgesamt 38 Festnahmen gegeben.

Die Polizei räumt in Barcelona ein seit 17 Jahren besetztes Gebäude, das den städtischen Verkehrsbetrieben TMB gehörte. Der Komplex „Can Vies“ war zu einem Wahrzeichen der Hausbesetzerszene in Barcelona geworden. Die Besetzer hatten dort ein soziales Zentrum betrieben, das ihnen viele Sympathien bei den Anwohnern einbrachte. Verhandlungen der Stadtverwaltung mit den Besetzern scheiterten. Das Gebäude wurde daraufhin am Montag geräumt und abgerissen.

Dies war bereits die vierte Nacht in Folge, in der es in Barcelona zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam. In den vorangegangenen Nächten waren unter anderem ein Kamerawagen des regionalen Senders TV-3 und ein Bagger in Flammen aufgegangen.

Die Proteste weiteten sich auf ganz Katalonien sowie auf Mallorca und Valencia aus. Am Mittwochabend gab es nach Medienberichten in etwa 50 Orten Kundgebungen, die überwiegend friedlich verliefen. Die spanische Nationalpolizei schickte 200 Beamte nach Barcelona, um Gebäude des Zentralstaats vor möglichen Übergriffen zu schützen.