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Erneute Anhörung zur Chemiefabrik

Schill & Seilacher will in Neundorf eine neue Produktionsstrecke bauen. Die Pläne werden am Montag öffentlich erörtert.

© Marko Förster

Pirna. Im Verfahren um die geplante Wiederinbetriebnahme einer sogenannten Vielstoffanlage in der Neundorfer Chemiefabrik „Schill & Seilacher“ gibt es einen weiteren Erörterungstermin. Unter Regie des Landratsamtes sollen in der öffentlichen Runde am 26. Februar ab 10 Uhr im Ratssaal des Pirnaer Rathauses sämtliche Einwände und Bedenken gegen den Neubau der Produktionsstrecke besprochen werden. Ziel ist es, die Bedenken zu diskutieren und gegebenenfalls auszuräumen sowie unklare Dinge aufzuklären. Das eigentliche Beteiligungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz einschließlich einer Anhörung fand schon im Oktober und November 2017 statt. Das Landratsamt räumte aber vom 19. Januar bis 19. Februar erneut eine Frist ein, um Bedenken gegen die Anlage vorzubringen. Der Grund: Aufgrund einer Gesetzesänderung war die vorherige Anhörungsfrist möglicherweise zu kurz. Um Rechtssicherheit zu haben, setzte die Behörde eine zweite Frist an. Schill & Seilacher hatte schon vor geraumer Zeit den Neubau der Anlage beantragt, um dort wieder chemische Stoffe zu produzieren. Die Vorgängeranlage wurde bei einer Explosion im Dezember 2014 zerstört und war seitdem stillgelegt. Bei der Katastrophe kam ein Produktionsleiter ums Leben, vier Arbeiter wurden schwer verletzt. Trümmerteile flogen in die umliegenden Wohngrundstücke. Laut dem Unternehmen soll die neue Produktionsstrecke wesentlich sicherer werden als die alte. So bekommt die neue Anlage beispielsweise einen explosionssicheren Stahlbetonmantel. Auch die Havariepläne ließ das Unternehmen grundlegend überarbeiten. (SZ/mö)

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