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Erneuter Biathlon-Sieg für Schempp

Simon Schempp hat beim Biathlon-Weltcup in Antholz seinen dritten Sieg nacheinander gefeiert. Zwei Tage nach seinem Sprint-Erfolg gewann er auch die Verfolgung. Aber es war knapp.

© dpa

Antholz. Simon Schempp hat seinen Höhenflug im Biathlon-Weltcup fortgesetzt. Zwei Tage nach seinem Erfolg im Sprint gewann der 26-Jährige in Antholz auch die Verfolgung und feierte den insgesamt fünften Weltcup-Sieg seiner Karriere. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Rennen leistete sich Schempp am Samstag über die 12,5 Kilometer zwar zwei Schießfehler, verwies aber im packenden Schlussspurt den Österreicher Simon Eder (1 Fehler) um 0,1 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde der Russe Jewgeni Garanitschew (1/+ 1,1 Sekunden).

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„Das war ein richtig geiles Rennen“, sagte Schempp nach seinem dritten Weltcup-Sieg innerhalb einer Woche. Schon am vergangenen Sonntag hatte er den Massenstart in Ruhpolding für sich entschieden. Der Uhinger verbesserte er sich im Gesamtweltcup mit 549 Punkten auf Rang zwei hinter dem Franzosen Martin Fourcade (572).

Schempp schaffte damit als erster Skijäger das Kunststück, zwei Jahre nacheinander den Sprint und die Verfolgung in Antholz zu gewinnen. Im Vorjahr hatte er am Fuße des Staller Sattels seine ersten zwei Weltcup-Erfolge gefeiert. Somit haben die Deutschen nach Platz drei von Laura Dahlmeier im Sprint bereits drei Podestplätze in Südtirol ergattert.

Starkes deutsches Teamergebnis

Das starke Teamergebnis rundeten Erik Lesser (0/+ 45,6 Sekunden) als Sechster und Arnd Peiffer (1/+ 1:00,0 Minuten) auf Rang zehn ab. Daniel Böhm (0/+ 1:02,4 Minuten) wurde Zwölfter, Andreas Birnbacher 19. (1/+ 1:58,2 Minuten) und Benedikt Doll 23. (4/+ 2:29,0 Minuten). „Eine super Teamleistung!“, sagte Trainer Andreas Stitzl.

Bei traumhaften Bedingungen mit strahlendem Sonnenschein und nahezu Windstille musste Schempp allerdings gleich bei den ersten beiden Liegendeinlagen, eigentlich der leichtere der beiden Anschläge, je einmal in die Strafrunde. Auf der für die Athleten anstrengenden Höhe von 1600 Metern konnte der Schwabe die 300 Extra-Meter aber kompensieren. Beim entscheidenden vierten Schießen lieferten sich Schempp, der Sprint-Zweite Garanitschew, Eder und Ole Einar Björndalen ein faszinierendes Duell, in dem alle fehlerfrei blieben. Somit fiel die Entscheidung auf der Schlussrunde.

Absetzen konnte sich keiner, zwischenzeitlich lag Schempp gar auf Position vier. „Man überlegt auf der Schlussrunde, wo man sich am besten in Position bringt. Das habe ich noch ganz gut hinbekommen“, meinte Schempp, der im vergangenen Jahr mehrfach in Schlussspurts den Kürzeren gezogen hatte. Doch bereits in Ruhpolding in der Vorwoche hatte Schempp auf der Ziellinie im Kampf Mann gegen Mann den Massenstart gewonnen und den Makel, nicht sprinten zu können, abgelegt. „Ich lerne ja dazu, das macht Spaß“, sagte er lachend. Bei der Siegerehrung wurde er von den vielen deutschen Fans unter den 20 000 Zuschauern gefeiert. (dpa)

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