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Erstaunliche Entwicklung

DA-Lokalreporter Jens Hoyer  über das Wohngebiet Döbeln Nord.

Jens Hoyer © SZ-Fotomontage

Döbeln Nord nimmt einen Aufschwung, über den man sich nur wundern kann. Vor zehn, 15 Jahren noch das Schmuddelkind Döbelns, ist das Wohngebiet plötzlich ein Motor der städtischen Entwicklung. Und es ist ein Beispiel dafür, dass sich Planungen lohnen. Schon vor Jahren hatte das Planungsamt der Stadt hellsichtig die Idee einer Eigenheimsiedlung auf den Abrissflächen in Döbeln Nord entwickelt. Das Einzelhandelskonzept deckte einen Versorgungsengpass auf, der mittlerweile durch die Eröffnung von Penny behoben ist. Die WG Fortschritt und die TAG Wohnen haben viel Geld in die Hand genommen, um zu sanieren und neu zu bauen. Und der Beweis ist erbracht, dass sich auch teure Wohnungen wie die in den Stadtvillen an diesem Standort problemlos vermieten lassen.

Döbeln insgesamt ist auf einem guten Weg. Es wandern mittlerweile mehr Menschen zu, als abwandern. Dass die Stadt ihrem Anspruch als Mittelzentrum gerecht wird, hat auch mit dem Klinikum und der Vielzahl an Arztpraxen zu tun. Die Stadt hat immer an Theater und Stadtbad festgehalten und in die Schullandschaft investiert. Und selbst der Bau des Kinos, der seinerzeit der städtischen DWVG finanziell mit das Genick gebrochen hatte, ist heute eines der Puzzlesteine einer lebenswerten Stadt.

Eines sollte dabei aber klar sein: Zusätzliche Bewohner werden nicht aus dem Nichts entstehen. Entwickeln wird sich die Stadt auf Kosten des Umlandes. Davon, zum Speckgürtel der Großstädte zu gehören, ist Döbeln noch weit entfernt. Aber irgendwann wird die Stadt auch davon profitieren.

E-Mail an Jens Hoyer

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