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Erste Asylbewerber in Klingenberg angekommen

Die Gemeinde hat bereits zehn Flüchtlinge aufgenommen. Sie bereitet sich auf weitere vor.

Klingenberg. In zwei Wohnungen im Klingenberger Wohngebiet am Sachsenhof sind die ersten zehn Asylbewerber einquartiert worden, die der Gemeinde zugeteilt wurden. Darüber informierte Bürgermeister Torsten Schreckenbach (Bürger für Klingenberg) zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Es werden nicht die einzigen Flüchtlinge in Klingenberg bleiben. Deshalb sollen im gleichen Haus weitere zwei Wohnungen so hergerichtet werden, dass noch einmal bis zu zehn Flüchtlinge dort untergebracht werden können.

Schreckenbach rechnet mit der Ankunft weiterer Asylbewerber für Ende Oktober. Er kündigte an, dass die Gemeinde Anfang November Bewohner des Hauses, in dem die Flüchtlinge leben, zu einer Einwohnerversammlung einladen wird. Die Gemeinde ist wie andere Kommunen im Landkreis verpflichtet, Asylsuchende aufzunehmen. In der Gemeinderatssitzung wurde die Sorge geäußert, dass es unter den Flüchtlingen in Klingenberg aufgrund verschiedener Nationalitäten zu Reibereien kommen könnte. Torsten Schreckenbach versicherte, dass die Verteilung der Asylbewerber seitens des Landratsamtes sehr sensibel gehandhabt wird, damit eben genau das nicht passiert. Klingenberg habe viele Jahre mit Asylbewerbern gelebt, da sei nie etwas passiert, erklärte Gemeinderat Wolfgang Richter (Bürger für Klingenberg).

In dem Ort befand sich am Ortsausgang in Richtung Grillenburg bis Anfang 2009 ein großes Heim, in dem zeitweise bis zu 100 Menschen lebten. Zuletzt waren es noch rund 50, die in ein Heim in Langburkersdorf, Sächsische Schweiz, umgesiedelt wurden. Wolfgang Richter warnte aber auch davor, alle Flüchtlinge, die jetzt kommen, in dem einen Wohngebiet zu konzentrieren. Das ist laut Schreckenbach auch nicht beabsichtigt. Momentan sind es gerade mal vier von 240 Wohnungen im Wohngebiet am Sachsenhof, die für Asylbewerber bereitgestellt werden. Da im nächsten Jahr mit weiteren Flüchtlingen zu rechnen ist, werden auch in anderen Ortsteilen entsprechende Quartiere gesucht, auch bei Privatanbietern. Allerdings sollten die Unterkünfte so gelegen sein, dass die Flüchtlinge von dort Bus oder Bahn erreichen können. (SZ/schl)