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Erste Asylbewerber ziehen von Dresden nach Leipzig

Ein ehemaliges Leipziger Lehrlingswohnheim wurde zur Erstaufnahmeeinrichtung umfunktioniert. Am Montag sind die ersten Flüchtlinge eingezogen. Die rund 250 Menschen waren zuvor in der Dresdner Zeltstadt untergebracht.

© dpa

Leipzig. In die neu geschaffene Einrichtung für Asylbewerber in Leipzig sind am Montag die ersten Bewohner eingezogen. Die rund 250 Menschen waren zuvor in der Zeltstadt an der Bremer Straße in Dresden untergebracht, wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte. Bei der überwiegenden Zahl handele es sich um Familien mit Kindern. Ein Teil von ihnen traf am Montag bei der Einrichtung ein.

In dem ehemaligen Lehrlingswohnheim ist Platz für 350 Flüchtlinge. Es gibt dort unter anderem einen Mutter-Kind-Raum, Gebetsräume, ein Zimmer für Sprachunterricht und eine „Kinderstube“ samt Erzieherin. Später sollen noch 80 Plätze in Containern hinzukommen.

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Am vergangenen Freitag hatten die Anwohner der Umgebung die Möglichkeit, die Einrichtung zu besichtigen und sich über die Unterbringung und den Alltag in der Erstaufnahmeeinrichtung zu informieren. Dieses Angebot wurde der Landesdirektion zufolge von etwa 900 Leipzigern angenommen. Dabei wurden auch Spenden in so großer Zahl abgegeben, dass die Lagerkapazitäten für Kleidung bereits erschöpft sind.

In Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben Flüchtlinge sechs bis zwölf Wochen, bis sie auf andere Unterkünfte verteilt werden. In Leipzig gibt es bislang keine Erstaufnahme. Das frühere Lehrlingswohnheim ist eine Zwischenlösung - bis die in ehemaligen Bundeswehr-Objekten geplante Erstaufnahme fertig ist. Dies ist für Ende 2016/Anfang 2017 geplant. (dpa)