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Erste Blüten zeigen sich schon

Im Lausitzer Findlingspark Nochten ruht die Natur, nicht aber die Mitarbeiter – sie bereiten den Saisonstart 15. März vor.

© Bernhard Donke

Von Bernhard Donke

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Es ist still zurzeit im weitläufigen Gelände des Lausitzer Findlingsparks in Nochten. Einige der Pflanzen, wie etwa die Frühjahrsveilchen, strecken schon einmal ihre zarten violetten Blüten durch die Reisigdecke, mittels derer die Pflanzen vor Schnee und Frost geschützt sind. Rot blüht die kleine, nur einige Pflanzen zählende Anpflanzung von Besenheide „Golden Sky“ (Calluna vulgaris) und erfreut das Auge des Betrachters – genau so wie die schon großflächig blühende Winterheide im Areal des Findlingsparkes.

Doch wer da denkt, dass es überall so ruhig und still zugeht, der irrt! Die vier Findlingspark-Mitarbeiter (im gärtnerischen Bereich) um ihre Leiterin Simone Dietrich haben alle Hände voll zu tun, um die am 15. März beginnende Saison vorzubereiten. Denn dieses Jahr 2018 soll für die Nochtener mindestens so gut werden wie das letzte Jahr. Denn dass die Saison 2017 erfolgreich war, bestätigt Ulrich Klinkert, Vorsitzender des Fördervereins für den Findlingspark Nochten e.V. gegenüber der SZ: „Wir haben in der vergangenen Saison vom 15. März bis 15. November 2017 insgesamt 61 000 Besucher empfangen. Das sind etwa 3 000 Gäste mehr als 2016 – und das bei annähernd gleichen Klima- und Witterungsverhältnissen. Das Wetter spielt bei uns ja bekanntlich eine große Rolle“, sagt er. Er und auch die Geschäftsführung des Parks werten das als Zeichen, dass die Besucher die Arbeit aller Parkmitarbeiter honorierten haben. „Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Bereich, ob im organisatorischen, gärtnerischen oder technischen Bereich, gearbeitet wurde: Alle haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Besucher die Natur hier im Park zu allen Jahreszeiten genießen konnten. Dafür sei ihnen auch recht herzlich gedankt“, sagt Ulrich Klinkert. Der auch gleich noch darauf verweist, dass durch diese gute Arbeit der Park auch international mehr Anerkennung gewonnen hat: „Uns besuchten in der vergangenen Saison viele Gäste aus Polen und Tschechien. Weshalb wir auch für diese Saison 2018 und darüber hinaus alle Park-Flyer zusätzlich in polnischer, tschechischer und sorbischer Sprache herausbringen werden“, fügt er noch hinzu.

Doch ehe die ersten Besucher am 15. März 2018 in den Park strömen, gibt es für die zwei Mitarbeiter im organisatorischen Bereich und die bereits erwähnten vier Mitarbeiter im gärtnerischen Bereich um Simone Dietrich noch viel zu tun. „Zum Glück hat das Sturmtief «Friederike» im Park kein nennenswertes Unheil angerichtet, so dass sich die Mitarbeiter im gärtnerischen Bereich nicht mit Schadenswiedergutmachung beschäftigen müssen, sondern sich ganz der Pflege und der Nachzucht von Pflanzen widmen können. Pflanzen übrigens, die nicht nur für unseren Park als «Dauerbewohner» vorgesehen sind, sondern auch für den Verkauf“, sagt die Simone Dietrich.

Ihr wäre es nicht unrecht, wenn es derzeit etwas Schnee gäbe; Schnee, der ihre Pflanzen bei möglicherweise ja doch auftretenden starken Frösten (für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich), schützen würde. Große Haufen von Tannenreisig, um die empfindlichen Pflanzen bei Frostgefahr abzudecken, liegen überall im Park bereit.

Damit auch in der kommenden Saison sich die Besucher weiterhin an den „Skandys“ den beliebten Mitbringsel aus dem Findlingspark erfreuen können, bemalt eine Mitarbeiterin die beliebten Steine als Bienen oder Marienkäfer – oder färbt sie zu roten Herzen ein. Hausmeister Torsten Lehnigk hat derweil die Aufgabe, Gabionenbänke für zwei bis vier Personen zubauen. „Diese Bänke sollen dazu beitragen, dass es mehr Ruhe- und Sitzmöglichkeiten im Park gibt. Wir bieten sie aber auch als «Patenbank» für unsere Besucher an“, sagt Torsten Lehnigk. Für diese Bänke hat die Parkverwaltung schon einige Patenschaften abgeschlossen, aber es gibt noch weitere Interessenten, wie von Ulrich Klinkert zu erfahren war. Klinkert verweist auch schon jetzt auf den Familien-Tag am Ostermontag, dem 2. April, bei dem der Findlingspark Nochten mit vielen Überraschungen für die Kinder aufwartet. Auch der Osterhase wird dem Park da einen Besuch abstatten. Am Nachmittag spielt das Orchester „Lausitzer Braunkohle“ zur Unterhaltung der Gäste auf. Im Rahmen eines deutsch-polnischen Projektes findet am 15. April ein weiteres Familienfest im Park statt. Darüber hinaus wird es am 1. Mai wieder Frühjahrsmarkt gehalten – in Partnerschaft mit vielen Gärtnereien, die ihre Pflanzen zum Kauf anbieten.

Interessant für die Besucher ist sicher auch, dass es seit dem vergangenen Jahr im Parkgelände eine Schmetterlingswiese gibt, auf der man sommers viele Schmetterlingsarten beobachten kann.

P.S.: Noch nachzutragen bleibt eine Personalie: Der langjährige Geschäftsführer des Findlingsparkes Nochten, Klaus Kotzan, ist in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Sein Amt hat Klaus Tschöke übernommen.