merken

Erste Grippetote in Mittelsachsen

Eine 84-Jährige überlebte die Infektion nicht. Die Zahl der Neuerkrankten steigt.

© Stephan Jansen / dpa

Mittelsachsen. Die diesjährige Grippesaison hat in Mittelsachsen ihr erstes Todesopfer gefordert. „Es handelt sich um eine 84-jährige Frau“, teilte Kreissprecher André Kaiser am Montag mit. In der vergangenen Woche seien dem mittelsächsischen Gesundheitsamt 445 Neuerkrankungen gemeldet worden. Damit hat sich die Zahl gegenüber der Vorwoche nochmals erhöht. In der sechsten Kalenderwoche waren 351 labordiagnostische Nachweise eingegangen.

Smarter Leben mit diesen Technik-Trends

Erfahren Sie als Erster von den neuesten Trends, Tipps und Produkten in der Technikwelt und lernen Sie Innovationen kennen, die Ihr Leben garantiert leichter machen.

Insgesamt sind bereits 1 626 Frauen und Männer nachweislich an der echten Virusgrippe erkrankt. Unter den Neuerkrankten seien auch zwei Fälle der sogenannten Schweinegrippe (AH1N1), so Kaiser. 420 Mittelsachsen haben sich mit dem Virustyp B infiziert, 19 mit dem Typ A und vier Personen mit dem Mischtyp A/B , ergänzte er auf DA-Nachfrage.

In der Saison 2016/17 gab es insgesamt 1 600 Nachweise der gefährlichen Virusgrippe. Fünf Mittelsachsen waren an den Folgen verstorben.

Grippeschutzimpfungen lohnen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mehr, da es zwei Wochen dauert, bis der Immunisierungseffekt eintritt. Dennoch gibt es die Möglichkeit, das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Geschlossene Räume sollten drei- bis viermal täglich für jeweils zehn Minuten gelüftet werden. „Dadurch wird die Zahl der Viren in der Luft verringert und ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute verhindert“, heißt es vonseiten des mittelsächsischen Gesundheitsamtes. Hände sollten für etwa 30 Sekunden mit Seife gewaschen werden. Außerdem sollten die Hände vom Gesicht ferngehalten werden, weil gerade im Bereich Mund, Augen und Nase Viren von den Händen über die Schleimhäute in den Körper gelangen können. (DA/sol)