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Erste Hilfe aus dem Kühlschrank

Ortrand macht mit einer Notfalldose Furore. Andere Städte könnten dem Beispiel folgen.

© privat

Von Birgit Ulbricht

Ortrand. Im Notfall zählt jede Sekunde. Damit Rettungskräfte bei Einsätzen in Wohnungen schnell notwendige Informationen bekommen, bietet die Stadt Ortrand jetzt die „Notfalldose“ an. Sie enthält Patienten-Informationen und ist im Kühlschrank für jeden greifbar. Dass der Kühlschrank dafür ausgesucht wurde, liegt nur daran, dass der Kühlschrank juristisch gesehen der einzige Ort in der Wohnung ist, den Retter ungefragt öffnen dürfen – ohne die Persönlichkeitsrechte des Betreffenden zu verletzen.

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Beim „Stadtgespräch – Seniorenpolitik“ stellte Ortrands Bürgermeister Niko Gebel jetzt die Aktion vor, die Leben retten kann. Die Notfalldose ist auch im Ausland schon sehr erfolgreich. Sind die Retter eingetroffen und sehen auf der Innenseite Ihrer Wohnungstür und dem Kühlschrank den Aufkleber Notfalldose, so kann die Notfalldose umgehend aus der Kühlschranktür entnommen werden und es sind sofort wichtige Informationen verfügbar. Auch kann es sein, dass in einer solchen Situation ein wichtiges Detail vergessen wird zu beschreiben, ganz abgesehen bei Ohnmacht oder Bewusstlosigkeit. Die Informationen in der Notfalldose sind auch eine Hilfe für Angehörige, Freunde und Bekannte. Auch sie sind in einer Notfallsituation unter Stress und reagieren mitunter ganz unterschiedlich.

Ab Montag, den 23. August, können sich Ortrands Bürger ihre Notfalldose im Tourismusbüro, oder im Büro des Bürgermeisters abholen. Die Stadt Ortrand stellt den Anwohnern als Pilotprojekt die ersten 500 Notfalldosen kostenfrei zur Verfügung.