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Erste Ideen für die Zukunft Königsteins

Was kann man in der Stadt verbessern? Viele Bürger wollen sich an dem Prozess beteiligen.

© Andreas Weihs

Von Katharina Klemm

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Königstein. Was ist Ihnen wichtig für die Entwicklung Ihrer Innenstadt? Diese Frage wurde am Donnerstagabend etwa 60 Königsteiner Bürgerinnen und Bürgern gestellt. Im Treffpunkt fand die Auftaktveranstaltung für das Realisierungsprogramm zur Belebung der Innenstadt Königsteins statt.

Vorbereitet und moderiert hat die Veranstaltung das Ingenieurbüro Kasparetz-Kuhlmann, welches den Prozess begleitet. Martina Kasparetz-Kuhlmann erläuterte zu Beginn der Veranstaltung die derzeitige Situation der Stadt. Einwohnerschwund, Wohnungs- und ein hoher Ladenleerstand sowie verfallende Häuser sorgten für einen eher desolaten Eindruck, sagte sie. Trotz des hohen Potenzials, das die Stadt mitbringe, seien bisher viele Chancen nicht genutzt worden.

Mit dem Realisierungsprogramm soll das Blatt für Königstein noch einmal gewendet werden. Dafür fragte Kasparetz-Kuhlmann, was den Einwohnern wichtig sei. Auf zwei Zetteln wurden Wünsche und Ideen notiert. Die fanden dann an vier Pinnwänden Platz. Familienfreundlichkeit, schnelles Internet, Kulturangebote, Parkplätze und vieles mehr las man dort. Gleich danach folgte die zweite Aufgabe. Ein jeder sollte seine Meinung zu den während der Klausurtagung des Stadtrats formulierten Zielen abgeben; mittels eines Punktes, der Unterstützung bedeutete. Mit Klebezetteln wurden Anmerkungen gemacht. Jeder der Anwesenden wollte etwas beitragen, kam mit anderen ins Gespräch. Die Königsteiner diskutierten über die Zukunft ihrer Stadt. Sie sprachen nicht nur über Negatives, sondern wollten sich einbringen, überlegten, was aus Königstein werden könnte. Natürlich hörte man auch Skeptiker, doch schienen die enthusiastischen Stimmen zu überwiegen.

Die gesammelten Ideen, Meinungen und Wünsche werden die Mitarbeiter des Ingenieurbüros in den nächsten Wochen auswerten. Die am Donnerstag gebildete Arbeitsgruppe aus Stadträten und Bürgern wird ihre weitere Arbeit dann darauf aufbauen und sich weiter mit den Zielen und Schwerpunkten beschäftigen. Zwischenergebnisse werde man in einer Innenstadtzeitung bekanntgeben, so Kasparetz-Kuhlmann. Und in öffentlichen Veranstaltungen, bei denen Bürger sich am Prozess beteiligen können. Am Ende sollen konkrete Projekte stehen, in einem sogenannten Aktionsplan für die Entwicklung der Stadt festgehalten. Wird dieser auch vom Stadtrat abgesegnet, kann sich die Stadt damit für Fördermittel bewerben. Ein sogenanntes Impulsprojekt soll bereits am Ende der zwölfmonatigen Projektzeit angeschoben werden. Welches das ist, wird sich während des Prozesses entscheiden. (SZ/kk)