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Niesky

Erster Auswärtspunkt bei Auswärtspremiere

Die Lausitzer Füchse sehen in Frankfurt/Main schon wie die Sieger aus. Dann kippt das Spiel, aber die Füchse stehen auf.

Die Löwen Frankfurt und die Lausitzer Füchse lieferten sich ein intensives Spiel. Besonders nach Angriffen auf den Füchse-Torwart brannte so manches Mal förmlich die Luft.
Die Löwen Frankfurt und die Lausitzer Füchse lieferten sich ein intensives Spiel. Besonders nach Angriffen auf den Füchse-Torwart brannte so manches Mal förmlich die Luft. © Jan Hübner/Peters

Die Lausitzer Füchse haben beim Meisterschaftsfavoriten Löwen Frankfurt nicht nur ordentlich mitgespielt, sondern hatten das vermeintliche Spitzenteam der Liga am Rand einer Niederlage und am Ende wenigstens einen Punkt mit nach Hause genommen. Es hätten mehr sein können.

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Die Füchse begannen selbstbewusst, die Gastgeber dagegen wirkten nach dem Freitagsspiel, als sie im Derby in Bad Nauheim in den letzten Minuten noch eine 5:2-Führung hergegeben und in der Verlängerung verloren hatten, etwas verunsichert. Die Füchse hatten die ersten Chancen, trafen zunächst aber nicht. Jahnke spielte vor dem Tor quer auf Kania, aber Frankfurts Torwart Jimmy Hertel war dazwischen. (5.). Die erste Unterzahl überstanden die Füchse, Marvin Cüpper, der diesmal im Tor beginnen durfte, machte einen sicheren Eindruck. Bei einem 3:1-Konter schloss dann Breitkreuz allein ab und scheiterte an Hertel. Dann aber gelang das durchaus verdiente 0:1. Ustorf war Linksaußen durch, sah den nachlaufenden Pozivil auf der anderen Seite, brachte den genauen Querpass, und der erfahrene Deutsch-Tscheche hämmerte die Scheibe ins Netz (10.). Danach kontrollierten die Füchse meist das Spiel, waren bemüht, den Gastgebern keine Konter anzubieten. Das gelang gut, und wenn doch etwas durchkam, war Cüpper im Tor zur Stelle.

Mit Beginn des Mitteldrittels ersetzte ihn jedoch der eigentliche Stammtorwart Mac Carruth. Ob eine Verletzung vorlag, war nicht zu erkennen. Die Füchse begannen den Abschnitt mit hohem Tempo. Nach einer tollen Kombination scheiterte Farmer mit der Rückhand an Hertel (21.). Auf der anderen Seite war Carruth mit einer Glanzparade nach einem Querpass und Direktschuss sofort im Spiel (22.). Jordan George vergab dann in Überzahl eine Riesenchance zum 0:2, als er frei am langen Eck den Puck nicht am herüberrutschenden Hertel vorbeibrachte. Nach einem Fehler im Füchse-Aufbau lief Ex-Fuchs Roope Ranta allein Richtung Tor und legte ab, aber MacAuley schlug zum Glück über die Scheibe (26.). Die größte Chance im Mitteldrittel vergaben die Frankfurter, als sie bei einem 2:1-Konter querspielen wollten, aber Verteidiger Kania die Scheibe mit dem Schläger abfangen konnte. Ansonsten gelang es den Füchsen, den Puck weitestgehend vom eigenen Tor wegzuhalten. Die knapp 3 500 Zuschauer in der Halle wurden immer leiser.

Das setzte sich fort, als den Füchsen zu Beginn des Mitteldrittels das 0:2 gelang. Eric Mik hatte abgezogen, Torwart Hertel musste nach vorn prallen lassen und Robert Farmer traf mit dem Nachschuss (42.). Leider hielt diese Zwei-Tore-Führung nur 30 Sekunden. Dann nahm das Unglück für die Füchse seinen Lauf. Einen eigentlich schon abgewehrten Puck schoss Schinko von hinter der Grundlinie Richtung Tor und traf Torwart Carruth so glücklich, dass der Puck ins Tor abprallte (42.). Gut eine Minute später musste Joel Keussen auf die Strafbank. Die Unterzahl überstanden die Füchse, aber Keussen war gerade 16 Sekunden runter von der Bank, da musste er wieder rauf. Zu allem Unglück brach Thomas Reichel auch noch der Stock. Die Unordnung nutzten die Gastgeber, Ranta traf mit einem Schlagschuss zum Ausgleich (48.). Die Füchse spielten selbstbewusst weiter, überstanden eine weiter Unterzahl, liefen aber gut zwei Minuten vor Schluss in einen Konter, den Lewandowski mit einem tollen Schuss unter die Latte zum 3:2 abschloss. Noch aber war das Spiel nicht zu Ende. Die Füchse erkämpften sich eine Überzahl, nahmen dann den Torwart vom Eis und schafften tatsächlich noch den Ausgleich. Murphy fälschte einen Hammond-Schuss ab (60.). Dass danach erneut Keussen auf die Strafbank musste, passte ins Bild. Die Unterzahl in der Verlängerung überstanden die Füchse und dominierten danach. Aber ein Tor fiel nicht mehr. Und im Penaltyschießen setzten sich die Gastgeber durch. Lewandowski tanzte Carruth aus, Schinko hämmerte den Puck unter die Latte, während für die Füchse Hammond und Murphy an Torwart Hertel scheiterten. Dass der Löwen-Torwart am Ende als Frankfurter Spieler des Tages geehrt wurde, sagt auch etwas über die Leistung der Lausitzer Füchse aus.

Statistik

Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 4:3 n. P. (0:1, 0:0, 1:1)

Tore:

0:1 Ondrej Pozivil 9:30 (Assist: Ustorf, Kuschel)

0:2 Robert Farmer 41:26 (Mik, Pozivil)

1:2 Luis Schinko 41:57 (Hüttl, Max. Eisenmenger)

2:2 Roope Ranta 47:37 (Überzahl, MacAuley, Eisenmenger)

3:2 Eduard Lewandowski 47:51 (Faber)

3:3 Darcy Murphy (Überzahl: Hammond, Pozivil)

4:3 Eduard Lewandowski 65:00 (Penalty)

Penaltyschießen:

Lewandowski trifft, Hammond scheitert an Hertel, Schinko trifft, Murphy scheitert an Hertel

Frankfurt

Tor: Hertel

Abwehr: Suvanto, Faber – Delisle, Erk – Hüttl, Wirt, Roach

Sturm: Mitchell, Ranta, MacAuley – Buchwieser, Lewandowski, Koziol – Schinko, Proft, Max. Eisenmenger – Mar. Eisenmenger, Fischer, Mieszkowski

Lausitzer Füchse

Tor: Cüpper (20:00), Carruth (44:10)

Abwehr: Keussen, Kania – Pozivil, Granz – Mik, Monteith – Karrer

Sturm: Andres, Murphy, Breitkreuz – Farmer, George, Hammond – Reichel, Jahnke, Schwamberger – Kuschel, Strodel, Ustorf

Schiedsrichter: Kilian Hinterdobler, Markus Schütz

Strafminuten: Frankfurt 14, Weißwasser 20

Zuschauer: 3 340