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Erster Pinselstrich am Forststeig

Die künftige Trekkingroute in Gohrisch muss noch für Wanderer markiert werden. Damit wurde nun offiziell begonnen.

© Dirk Zschiedrich

Von Katharina Klemm

Gohrisch. Es war schon eine große Runde, die sich da am Freitagnachmittag auf dem Parkplatz des Waldbad Cunnersdorf sammelte: Mitarbeiter des Staatsbetrieb Sachsenforst, Wanderwegewarte der umliegenden Ortschaften und Testwanderer. Sie alle wollten dabei sein, wenn die erste Wegmarkierung für die Trekkingroute „Forststeig Elbsandstein“ angebracht wird. Mit fünf Autos des Sachsenforst fuhr man gemeinsam zum Taubenteich.

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Unweit des dortigen Biwakplatzes führt die Trekkingroute auf dem Grenzweg entlang. Im Frühjahr hatten 20 Testwanderteams die etwa 100 Kilometer lange Strecke im linkselbischen Gebiet der Sächsischen Schweiz schon ausprobiert. Damals war diese noch sehr unwegsam und nur spärlich und provisorisch mit Punkten markiert. Die Testwanderer schlugen sich oftmals mithilfe von GPS-Daten durchs Unterholz, wie sie erzählten. Dank ihrer Hinweise wurde die Strecke an einigen Stellen, wo es gar zu unwegsam oder steil war, noch einmal angepasst. Dennoch sollten Wanderer darauf vorbereitet sein, dass es auch mal über Stock und Stein geht, man stolpert und auch mal nasse Füße bekommt, erklärt Forstbezirksleiter Uwe Borrmeister.

Im April 2018 soll die Strecke offiziell eröffnet werden. Bis dahin ist es Aufgabe der zehn beteiligten Wanderwegewarte, die Route zu markieren. Dafür erhielt jeder von ihnen am Freitag Pinsel, Drahtbürste – um die Rinde etwas glatter zu machen –, zwei Töpfe Farbe und eine Partnerweste. „Falls sie sich bei der Arbeit kenntlich machen wollen“, scherzt Uwe Borrmeister.

Barbara Hartenstein, Wanderwegewartin in Rosenthal-Bielatal und selbst Testwanderin, setzte das erste Wegzeichen – stilecht in der Partnerweste. Mit goldgelber Farbe, damit das Zeichen gut leuchtet und gesehen wird, pinselte sie einen breiten Strich hochkant an einen Grenzstein. Viele weitere werden folgen. Im nächsten Jahr dann sicher auch die Wanderer.