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Erster Prozess nach Übergriffen bei Pegida-Demonstration

Ein 41-jähriger Dresdner soll bei einer Pegida-Demonstration einen Gegendemonstranten ins Gesicht geschlagen haben. Obwohl ihm noch weitere Straftaten vorgeworfen werden, ist der Prozess ausgesetzt.

Dresden. Ein 41 Jahre alter Fliesenleger sollte sich am Mittwoch am Amtsgericht Dresden wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Es war der erste öffentliche Prozess im Zusammenhang mit Straftaten, die rund um Pegida-Demonstrationen verübt wurden.

Der Angeklagte soll im Dezember vergangenen Jahres als Teilnehmer der Pegida-Demonstration einen 21-jährigen Gegendemonstranten ins Gesicht geschlagen und verletzt haben. Laut Anklage habe er den jungen Mann im Laufe einer lauten Diskussion attackiert. Er habe dabei Handschuhe getragen, die mit Plastikbesatz verstärkt waren und einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz darstellten.

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Nach einem weiteren „Abendspaziergang“ in jenem Monat soll der Angeklagte einen Feuerwerkskörper gezielt auf Fußgänger geworfen haben. Offenbar wurde dabei niemand verletzt. Als die Polizei danach den Werfer des Böllers durchsuchte, habe er die Beamten als „Arschlöscher“, „Luschen“ und „beschissene Staatsdiener“ beleidigt, wie die Staatsanwältin sagte.

Der Prozess war schnell beendet. Nachdem eine Verfahrensabsprache scheiterte, setzte der Richter die Sache aus. Es fehlte eine wichtige Zeugin, die jedoch nicht geladen werden konnte. Möglicherweise wird der Angeklagte nun einen Strafbefehl erhalten. Sollte er das Urteil nicht akzeptieren, kann er dagegen Einspruch einlegen – erst dann gibt es wieder einen zweiten Anlauf vor Gericht. (lex)