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Erster Schnee, erster Stau

Alle Jahre wieder: Der Schneeregen am Morgen hat den Verkehr auf dem Kottmarsdorfer Berg lahmgelegt.

Steiler Berg, lange Strecke und wegen der offenen Lage auch noch anfällig für Verwehungen: Im Winter haben es Auto- und Lkw-Fahrer nicht leicht am Kottmarsdorfer Berg. So war es auch wieder am heutigen Donnerstag. Schneeregen am Morgen – etwa ab 10 Uhr drehten bei so manchem Lkw deshalb die Räder durch, der Verkehr geriet ins Stocken. Kurz nach 11 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein: Lkw steht quer. „Der Kottmarsdorfer Berg ist bei solchem Wetter eine neuralgische Stelle“, sagte Thomas Knaup, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz.

Tatsächlich ist der Kottmarsdorfer Berg bei Winterwetter immer wieder ein Schwerpunkt. In Fahrtrichtung Ebersbach-Neugersdorf weist er eine Steigung von neun Prozent auf. Die von Bäumen gesäumte Rampe wirkt wie ein Blasrohr für den Wind. Wenn es bei Minusgraden dazu noch schneit, bildet sich auf der Bergkuppe in Kottmarsdorf schnell eine Schneedecke. Die S 148 ist außerdem für viele Lkw die Transitstrecke übers Oberland nach Tschechien, der Anteil des Schwerlastverkehrs ist also verhältnismäßig hoch. Gerade die Schwerlaster pressen eine Schneedecke schnell zu einer einigen Fläche zusammen. Ihnen fehlt nach der Steilstrecke auf der Bergkuppe auch der nötige Schwung, um einfach darüber zu rollen. Wenn ein Lkw-Fahrer hier Gas geben muss, steht er schnell quer. So wie am Donnerstagvormittag.

Gegen Mittag war die Strecke wieder eingeschränkt passierbar. Die Polizei stoppte den Verkehr in Fahrtrichtung Tschechien schon an der Kreuzung bei Dürrhennersdorf vor Beginn der Steilstrecke. Pkw wurden umgeleitet, Lkw mussten warten, bis die Polizei sie einzeln auf die Steilstrecke ließ. In der Gegenrichtung stoppte die Polizei den Verkehr unmittelbar vor Beginn des starken Gefälles und ließ Fahrzeuge nur mit großem Abstand zueinander einzeln auf die Strecke. (SZ/sdn/mva)