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Erstmals mehr als 200 000 Beschäftigte

Der Arbeitsmarkt in der Region stabilisiert sich weiter. Auch für Azubis gibt es viele Angebote.

© dpa

Bautzen. Wenn der Winter geht, wird es wieder lebendig auf dem Arbeitsmarkt. Das ist auch in diesem Jahr so, obwohl der März noch streckenweise ungewohnt kalt war. Wichtiger als die Entspannung gegenüber dem Vormonat ist der Unterschied zum März des vorigen Jahres. Um 10,6 Prozent ist die Zahl der Arbeitslosen innerhalb eines Jahres zurückgegangen. So standen im März 2 539 Menschen weniger in der Arbeitslosenstatistik als im März 2017.

Dieser Rückgang liegt nicht allein daran, dass mehr Menschen in Rente gehen, als junge Leute die Schule verlassen. Auch die Zahl der fest angestellten Arbeitnehmer ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen, erläuterte die stellvertretende Leiterin der Bautzener Arbeitsagentur, Ilona Winge-Paul. Sie stellte am Donnerstag die aktuellen Arbeitsmarktdaten für die Oberlausitz vor. Bislang reicht die Statistik für die Zahl der Beschäftigten nur bis zum September 2017. In jenem Monat stieg die Zahl der besetzten Stellen erstmals seit Dezember 2000 wieder über die Marke von 200 000. Bis Anfang 2006 ging es nur bergab. Im Februar 2006 gab es nur noch 165 000 Beschäftigte in den heutigen Landkreisen Bautzen und Görlitz.

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Zwei Sektoren sind die Säulen dieser Entwicklung. So ist die Zahl der Beschäftigen in Pflegeheimen und anderen Sozialeinrichtungen am deutlichsten gestiegen, sagte Winge-Paul. Außerdem entwickelte sich das verarbeitende Gewerbe besonders stark. Rückläufig sind hingegen die Beschäftigtenzahlen in öffentlichen Verwaltungen sowie in der Land- und Forstwirtschaft sowie den Fischereibetrieben.

Die allgemeine Entwicklung schlägt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt nieder. In der Oberlausitz gibt es derzeit noch 1 840 unbesetzte Stellen. Dabei haben jetzt elf Prozent mehr Jugendliche schon einen Ausbildungsvertrag als vor einem Jahr. Noch unschlüssig und auf der Suche sind offiziell 1 720 junge Menschen. Allerdings gehen die Wünsche der Jugendlichen und die realistischen Möglichkeiten teilweise deutlich auseinander. So werden vor allem Handwerksberufe angeboten.

Ilona Winge-Paul appellierte an junge Menschen, sich in den kommenden Wochen aktiv umzuschauen und auch Kontakt zu Betrieben aufzunehmen. (SZ/fs)