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Erzgebirge Aue unterliegt Aalen

Nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal ist Erzgebirge Aue die Wiedergutmachung in der 2. Liga misslungen. Nach zwei Siegen kam gegen Aalen die erste Heimniederlage.

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Tina Hofmann, dpa

Aue. Statt Tabellenführung und Startrekord bleibt der FC Erzgebirge Aue in der Negativspur. Nach dem Ausscheiden im DFB-Pokal unterlag das Team von Trainer Falko Götz am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den VfR Aalen mit 0:1 (0:1). Vor 8750 Zuschauern im Sparkassen-Erzgebirgsstadion kassierten die „Veilchen“ nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern verpassten auch noch einen vereinsinternen Zweitliga-Startrekord von drei Siegen nacheinander. Marcel Reichwein sicherte Aalen in der 43. Minute den ersten Sieg und das erste Saisontor und sorgte dafür, dass Aue weiterhin noch kein Ligaspiel gegen Aalen gewinnen konnte.

„Wir haben heute nur in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten“, stellte Götz genauso ernüchtert wie René Klingbeil fest: „Es ist eine bittere Niederlage. Die Aktionen nach vorn haben wir mit zu wenig Mut und Durchschlagskraft gespielt. Wir haben einiges vermissen lassen, so schießt man kein Tor“, sagte der Kapitän.

Nach der 0:3-Pokalpleite gegen den VfL Osnabrück stellte Götz seine Mannschaft auf vier Positionen um. Zunächst rückte der in Osnabrück angeschlagene Stürmer Jakub Sylvestr für Ronny König in die Anfangsformation. In der Innenverteidigung ersetzte Dominic Rau den verletzten Thomas Paulus (doppelter Bänderriss im Sprunggelenk). Für Dorian Diring und Nils Miatke spielten Michael Fink sowie Neuzugang Taku Ishihara. Der Japaner gab sein Debüt im Veilchen-Trikot.

Die Hausherren fanden nur ganz schwer in die Partie und verzweifelten mit zunehmender Spieldauer am kompakt stehenden Gegner. Während Aalen sich in den ersten 25 Minuten vor allem durch Robert Leichleiter und Reichwein gute Torchancen erarbeiten konnte, blieb Aue offensiv völlig harmlos. Weder von den Außenbahnen noch von der Sechserposition kamen kreative Ideen, die das Spiel des Gastgebers hätten beleben können. „Wir müssen uns wenigstens Möglichkeiten schaffen, aber nicht einmal das ist heute gelungen“, kritisierte Fabian Müller.

Völlig verdient ging Aalen kurz vor der Halbzeit dann in Führung. Einen Abwehrpatzer von Kevin Pezzoni nutzte Reichwein eiskalt und traf in die Maschen. Zuvor unterlief den Auern eine wahre Fehlerkette. „Natürlich spiele ich einen Fehlpass, aber wir hätten den Gegner bei drei, vier Stationen noch stoppen können. Zudem kann es nicht sein, dass der Torschütze überhaupt zweimal an den Ball kommt“, stellte Michael Fink nach der Niederlage fest. Götz musste in der Halbzeit reagieren, weil Solomon Okoronkwo stark Gelb-Rot gefährdet war. Für ihn kam Arvydas Novikovas in die Partie.

Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm die Partie zunächst an Fahrt auf und Aue spielte ein wenig besser. Novikovas, Zlatko Janjic und vor allem Müller hatten die Chance zum Ausgleich, scheiterten aber an Aalens Schlussmann Jasmin Fejzic oder vergaben knapp. Anschließend lief offensiv aber nicht mehr viel bei den „Veilchen“ zusammen. Die Gäste hätten durch Fabian Weiß auf 2:0 erhöhen müssen (77.), doch er schoss alleinstehend aus der Nahdistanz an die Latte. (dpa)