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Erzgebirger sollen bei Gestank-Aufklärung mithelfen

Schon lange klagen viele Bewohner des Gebirges über den „Katzendreckgestank“, der vor allem im Winter ihre Region heimsucht.

Dresden. Schon lange klagen viele Bewohner des Erzgebirges über „Katzendreckgestank“ oder „Böhmischen Nebel“, der - aus Tschechien kommend - vor allem im Winter ihre Region heimsuche.

Wie es zu der Geruchsbelästigung, die nach Angaben von Betroffenen an faule Eier erinnert, kommt, wird seit April 2016 im Rahmen des von der EU geförderten deutsch-tschechischen Projekts OdCom untersucht. Offenbar bisher mit nur wenig Erfolg, denn nun ruft das Sozialministerium in Dresden als Projektpartner die Bewohner der am meisten betroffenen Gemeinden Olbernhau, Seiffen, Heidersdorf, Deutschneudorf und Neuhausen zur Mithilfe auf.

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Um belastbare Aussagen zu den gesundheitlichen Folgen treffen zu können, seien die Wissenschaftler auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen, hieß es am Montag in einer Mitteilung des Ministeriums. Jeder vierte Einwohner der betroffenen Gemeinden werde in den nächsten Tagen per Post einen Fragebogen erhalten. Das Ministerium rief zur Beteiligung an der Studie auf, „unabhängig davon, ob sie sich durch die Geruchsereignisse belastet fühlen oder nicht“.

Die nach wie vor geschilderten Beschwerden würden von den sächsischen Behörden sehr ernst genommen, „obwohl sich die Luftqualität im Erzgebirge seit Beginn der neunziger Jahre deutlich verbessert hat“, hieß es. (dpa)