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Sachsen

Erzieherausbildung ohne Schulgeld

Um mehr junge Menschen für den Erzieherberuf zu motivieren soll die Ausbildung kostenlos werden.

Wie viele Pädagogen braucht Sachsen in Zukunft? Das soll ein groß angelegtes Monitoring
Wie viele Pädagogen braucht Sachsen in Zukunft? Das soll ein groß angelegtes Monitoring © Symbolbild/Christian Charisius

Dresden. Sachsen will die Ausbildung von Erziehern attraktiver machen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am Dienstag vom Kabinett beschlossen und kann nun im Landtag beraten werden. „Ziel ist es, sowohl die frühkindliche als auch schulische Bildung zu stärken“, sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Damit mehr junge Menschen sich für eine Erzieherausbildung in Sachsen entscheiden, soll das Schulgeld wegfallen. Die freien Schulträger, bei denen diese Ausbildung hauptsächlich stattfindet, können ab dem Schuljahr 2020/2021 höhere Zuschüsse bekommen, wenn sie auf Schulgeld verzichten.

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Schulassistenten künftig Landesbedienstete

Um den Bedarf an pädagogischen Fachkräften perspektivisch besser einschätzen zu können, ist ein landesweites Monitoring geplant. Die Träger von Kita-Einrichtungen sollen dafür zusätzliche Daten erheben. 

Außerdem können Assistenzkräfte nicht wie bisher nur im Bereich der Krippen, sondern auch in Kindergärten und Horten eingesetzt werden – mit einem Umfang von bis zu 20 Prozent, um den Personalschlüssel zu erfüllen. Das soll helfen, den den Personalbedarf zu sichern, hieß es. Die Gewerkschaft GEW kritisiert das: „Damit werden Assistenzkräfte de facto Ersatz für nicht zur Verfügung stehende pädagogische Fachkräfte“ 

Ähnliches sei im Schulbereich geplant. Die Schulassistenten sollen künftig als Landesbedienstete im Schulgesetz verankert werden.

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