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Es geht auch ohne lange Schließzeiten

Die gemeindeeigenen Kitas in anderen Kommunen haben meist nur zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen.

© Symbolbild/dpa

In der Eltern- und Betreuungssatzung der Gemeinde Ostrau sind maximal zehn Schließtage vorgesehen. „Die werden meist für Brückentage verwendet und müssen nicht ausgereizt werden“, sagte Hauptamtsleiterin Antje Zornik. Es werde im Interesse der Eltern genau geschaut, ob sie notwendig sind. Seit diesem Jahr werde auch an Brückentagen eine Notbetreuung angeboten, wenn es sich um zwei hintereinanderliegende Tage handle. Geschlossen seien die Kindereinrichtungen immer zwischen Weihnachten und Neujahr. „Das wissen die Eltern und stellen sich darauf ein“, so Zornik. Diese Zeit werde verwendet, um die Grundreinigung zu erledigen und für Schulungen der Erzieher. „Schließzeiten in den Ferien stehen bei uns absolut nicht zur Diskussion“, sagte die Ostrauer Hauptamtsleiterin.

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Auch in der Kita von Zschaitz-Ottewig ist nur eine Schließzeit zwischen Weihnachten und Neujahr sowie an Brückentagen geplant. „Das wissen unsere Eltern, und so steht es auch im Betreuungsvertrag“, sagte die Leiterin der Kita „Waldspatzen“ Ina Beier. Bei Weiterbildungen würden die Kita-Leiterinnen im Sinne des Personalmanagments zu Schließzeiten angehalten. „Wir nehmen von dieser Regelung aus verschiedenen Gründen Abstand. Zum einen wollen die Eltern, die noch kein schulpflichtiges Kind haben, meist die günstigere Vorsaison nutzen. Zum anderen würde den Erzieherinnen vorgeschrieben, in welcher Zeit sie Urlaub nehmen müssen“, sagte Ina Beier. Schließzeiten seien keine ideale Herangehensweise im Sinne der Eltern und Mitarbeiter. Auch in der Stadt Leisnig gibt es in den stadteigenen Kindereinrichtungen keine Schließzeiten. Das bestätigte Hauptamtsleiterin Silvia Diesmann.

„In Döbeln gibt es keine Schließung von städtischen Kindertagesstätten in den Sommerferien. Lediglich zwischen Weihnachten und Neujahr beziehungsweise an einzelnen Brückentagen bleiben die meisten Kitas geschlossen“, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher. Die Eltern würden darüber frühzeitig informiert. Denjenigen, die ihre Kinder an diesen Tagen nicht zu Hause, bei den Großeltern betreuen lassen können, wird eine Möglichkeit in einer städtischen Einrichtung angeboten. (DA/je)